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KIRAS Sicherheitsforschung

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Ausschreibungsergebnisse nach Kalenderjahren

Ausschreibungsergebnisse nach Instrumenten / Programmlinien

Projekte der gemeinsamen deutsch- österreichischen Ausschreibung 2013

Kooperative Projekte > 2018

CBRN City Sensor Network

Erhöhter Schutz für den öffentlichen Raum, durch eine frühzeitige, automatische Detektion und Identifikation von CBRN Gefahrstoffen mit Hilfe von Sensornetzwerken inklusive Informationsverteilung und Verarbeitung.

Aufgrund von Befürchtungen, dass terroristische Vereinigungen in den Besitz chemischer, biologischer, radiologischer oder nuklearer Stoffe oder Wirkstoffe (CBRN) kommen könnten, haben Regierungen und internationale Organisationen in den letzten 10-15 Jahren umfassende Programme zum Schutz vor diesen Risiken beschlossen.

Anschläge auf öffentliche Transportmittel mit CBRN Stoffen können katastrophale Auswirkungen haben, wie der Giftgasanschlag 1995 in der U-Bahn von Tokio mit dem Nervengift Sarin veranschaulichte. Die jüngsten Entwicklungen zeigen, dass die 1 Wahrscheinlichkeit für terroristische Anschläge weiterhin gegeben ist und CBRN Stoffe auch 2 von Terroristen eingesetzt werden können.

Die späte Detektion und Identifikation von CBRN Stoffen stellt derzeit eine wesentliche Problematik für rasche und zielgerichtete Maßnahmen der Sicherheitsbehörden dar. Erst nach Eintreffen von Spezialausrüstung kann eine genaue Bestimmung der freigesetzten Stoffe vorgenommen werden. Eine zeitnahe Messung der Verteilung des Gefahrenstoffs im betroffenen Gebiet, z.B. der unterschiedlichen Konzentrationen an den Ausgängen einer U- Bahnstation ist aufgrund der nicht vorhandenen Infrastruktur im Ernstfall meistens nicht möglich. Auch bei dem Anschlag in Tokio gelang es erst nach Stunden den eingesetzten chemischen Stoff zu identifizieren.

Ziel des Projektes CBRN - City Sensor Network ist, ein erhöhter Schutz von Menschen in öffentlichen Räumen durch eine automatische Detektion und frühzeitige Identifikation der CBRN Gefahrstoffe.

Das Projekt zielt auf das Design eines Sensornetzwerkes ab, das auf standardisierten Sensorboxen mit verschiedenen C(B)R(N) Sensoren basiert. Die Informationen über die identifizierten Stoffe werden mit weiteren relevanten Daten, wie z.B. aktuellen Daten der Lüftungsanlage verdichtet. Zur raschen Darstellung der Informationen wird dieses Netzwerk direkt an die Informations- und Leitsysteme der Infrastrukturbetreiber und Sicherheitsbehörden angebunden. Zur Auswahl der Sensoren für die Sensorboxen werden eine Bedrohungsanalyse und ein Gasausbreitungsversuch in einer repräsentativen Station oder Gebäude (z.B. U-Bahnstation) durchgeführt.

Neben den technologischen Lösungen werden im Projekt auf Basis der Bedrohungsanalyse verbesserte Einsatzverfahren definiert, die in einer Übung geprobt werden. Diese neuen Erkenntnisse für die Sicherheits- und Einsatzkräfte werden maßgeblich zur gezielten Rettung von Menschenleben beitragen. Die rasche Darstellung der Lage am Einsatzort kann gewährleisten, dass die vor Ort befindlichen Sicherheits- und Ersteinsatzkräfte sichere und vor allem wirksame Eigenschutzmaßnahmen treffen können.

Das Projekt adressiert die Sicherheit des Personals, der Passagiere und der benachbarten Bevölkerung, durch schnellere und verbesserte Maßnahmen zur Gefahrenbeseitigung und Informationsverteilung.

Projektleiter:
Dipl.-Ing. Michael Hofstätter
AIT Austrian Institute of Technology GmbH

Projektpartnerinnen
Republik Österreich (Bund) - Bundesministerium für Inneres (BM.I)
Donau-Universität Krems
Gihmm GmbH
CBRN Protection GmbH
WIENER LINIEN GmbH & Co KG
ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft

Kontakt
Dipl.-Ing. Michael Hofstätter
Thematic Coordinator
Competence Unit Sensing and Vision Solutions
Center for Digital Safety & Security

AIT Austrian Institute of Technology GmbH
Giefinggasse 4 | 1210 Vienna | Austria
T +43 (0) 50550-4202 | M +43 664 2351858 | F +43 (0) 50550-4150
michael.hofstaetter@ait.ac.at | www.ait.ac.at