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KIRAS Sicherheitsforschung

F&E-Dienstleistungen > 2020

ResilienceWorks

Maßnahmen zur Radikalisierungsprävention & Resilienzsteigerung von Jugendlichen in Angeboten zur Arbeitsmarktintegration

Das Projekt ResilienceWorks zielt darauf ab, forschungsbasierte und praxisrelevante Ansätze zur Steigerung der Resilienz gegen Radikalisierung für Jugendangebote zur aktiven Arbeitsmarktintegration zu entwickeln.

In Angeboten zur Arbeitsmarktintegration kommt das Fachpersonal immer wieder in Kontakt mit jungen Menschen in multiplen Problemlagen. In manchen Fällen können diese dazu führen, dass sich junge Menschen auf gruppenbezogene Abwertungsideologien einlassen bzw. in weiterer Folge politische oder religiöse Radikalisierungstendenzen zeigen. Es ist daher notwendig, Risikogruppen frühzeitig zu identifizieren und deren Resilienz gegen Radikalisierung zu stärken. Dabei spielen Einrichtungen und Organisationen, welche die Angebote zur Arbeitsmarktintegration umsetzen und somit mit den jungen Menschen arbeiten, eine zentrale Rolle.

Dennoch gibt es in den arbeitsmarktpolitisch ausgerichteten Programmen für Jugendliche nur vereinzelt entsprechende Initiativen. Darüber hinaus gibt es bisher keine fundierte Erhebung bzw. Quantifizierung des Problemausmaßes inklusive einer Typologisierung von Erscheinungsformen und Ausprägungen. Zudem fehlen einheitliche Ansätze und Methoden, wie die Trägereinrichtungen im Sinne der Primär-Prävention die Resilienz der Jugendlichen, die sich in einem der Programme zur Arbeitsmarktintegration befinden, steigern können.

Hier setzt das Projekt ResilienceWorks an und zielt darauf ab, einerseits mittels quantitativer und qualitativer Feldforschung eine tiefergehende Problemeinschätzung zu erhalten, und andererseits gemeinsam mit ExpertInnen und PraktikerInnen entsprechende praxisrelevante Ansätze zur Steigerung der Resilienz Jugendlicher gegen Radikalisierung zu entwickeln. Dabei wird auf zentrale Angebote der „AusBildung bis 18“ (AB18) fokussiert, an denen insgesamt jährlich ca. 80.000 Jugendliche und junge Erwachsene teilnehmen. Die entwickelten Methoden werden im Rahmen von experimentellen Laboratorien getestet, optimiert und schließlich in Form eines abgestimmten Toolkits zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus werden abschließend evidenzbasierte Handlungsempfehlungen formuliert.

Projektleitung
SYNYO GmbH

Projektpartner
L&R Sozialforschung GmbH
IBE - Institut für Berufs- und Erwachsenenbildungsforschung
Verein für Männer- und Geschlechterthemen Steiermark
Bundesministerium für Inneres
Bundesministerium für Arbeit, Familie und Jugend

Kontakt
Dr. Florian Huber

SYNYO GmbH
Otto-Bauer-Gasse 5/14
1060 Wien
+43 1 99 620 11
www.synyo.com