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KIRAS Sicherheitsforschung

  •  11
Kooperative Projekte > 2018

ARGUS-Flex

Multimodale luftgestützte Sensorplattform und innovative Analyse- und Geo-Managementlösungen zur Unterstützung im Katastrophenmanagement

Ausgangssituation und Motivation
Im Rahmen von Großschadenslagen, Krisen- und Katastrophensituationen kommen vermehrt luftgestützte Systeme für Aufklärungszwecke zum Einsatz. Echtzeitnahe, detailreiche Lageinformation mittels Luftbilddaten stellt einen enormen Mehrwert für das Katastrophenmanagement dar, um rasche Entscheidungen treffen und effiziente und gezielte Maßnahmen zum Schutz von Menschenleben und kritischer Infrastruktur setzen zu können. Seitens JOANNEUM RESEARCH wurde in den vergangenen Jahren die Aufnahmeplattform ARGUS entwickelt, welche bzgl. Trägerplattform an die Pilatus PC6 des BMLV gebunden ist und deren Nutzen im Katastropheneinsatz grundsätzlich demonstriert werden konnte. Allerdings wurden auch Einschränkungen und Schwachpunkte in Bezug auf Systemflexibilität, Stabilität der Sensorik sowie bezüglich einer kontinuierlichen, raschen Systembereitschaft aufgezeigt.

Ziele und Innovationsgehalt
Ziel von ARGUS-Flex ist es, die erkannten Defizite des bestehenden Systems hinsichtlich der raschen, operationellen Einbindung in eine optimale operative als auch taktische 24/7 Unterstützung von Einsatzkräften in großflächigen Risiko- und Katastrophenszenarien zu beheben. Zu diesem Zweck ist zunächst die Überführung von ARGUS in eine kompakte Sensor- box geplant, welche neben Flächenflugzeugen auch auf Hubschraubern oder UAVs eingesetzt werden kann. Die Sensorbox wird mit neuer Sensorik, bestehend aus einer RGB-Kamera und 3 Thermalkameras, ausgestattet, mit welcher einerseits eine optimierte Stabilität und andererseits eine erweiterte Systemfunktionalität erreicht werden soll. Innovative Methoden zur Datenprozessierung und Datenanalyse werden entwickelt, wie zum Beispiel automationsge- stützte, simultane Kalibrationsverfahren, multisensorale Datenfusionierung, Datenoptimierung oder Datenanalyse und Informations-Extraktion auf Basis von Methoden des maschinellen Lernens. In Bezug auf die Einsatzführungsunterstützung ist die Entwicklung neuer Management- Werkzeuge geplant, um die Multi-Sensorplattform auf unterschiedlichen Fluggeräten in den operativen Ablauf zu integrieren. Dies erfordert Optionen zur Definition benötigter Aufnahmen und daraus abgeleiteter Informationen, zur Steuerung der Flug- und Aufnahmephase sowie der Informations- bzw. Ergebnisnutzung seitens der Einsatzkräfte.

Angestrebte Ergebnisse
Das avisierte System ARGUS-Flex soll die Anforderungen eines raschen, ortsunabhängigen und kontinuierlichen 24/7 Einsatzes, speziell im großflächigen Bereich, wie es bei Naturkatastrophen wie Hochwasser oder Waldbrand erforderlich ist, erfüllen und die echtzeitnahe Verfügbarkeit von multisensoralen Bilddaten und daraus abgeleiteten Informationen bieten. Dies ist hardwareseitig durch die kompakte Konzeption für verschiedene Trägerplattformen sowie neue, stabile Sensorik sichergestellt und wird von der Datenseite durch verbesserte Datenqualität und neue Prozessierungsverfahren zur Herleitung und Bereitstellung gezielter, szenarienspezifischer Informationen einen optimalen Service für die Bedarfsträger bieten. Über den nationalen Rahmen hinaus sollen im Projekt internationale Kooperationen initiiert und Perspektiven zum Einsatz des Systems ARGUS-Flex auch auf internationaler Ebene erschlossen werden. 

Projektpartner
AeroMap GmbH AM
IFR - Ing. Richard Feischl IFR
Phase One A/S PO
active photonics GmbH APH
UAR-Robotics GmbH UR

Bedarfsträger
Bundesministerium für Landesverteidigung BMLV
Freiwillige Feuerwehr Gumpoldskirchen FF

GSK
Partner Karl-Franzens-Universität Graz; Institut für Soziologie KFU

Kooperationspartner / LoI
1) Nanjing Hydraulic Research Institute
2) National Disaster Reduction Centre of China
3) State Forestry Administration of China
4) Gestion Ambiental de Castilla la Mancha S.A.(ESP)
5) Consejería de Agricultura, Medio Ambiente y Desarrollo Rural (ESP)
6) DLR Oberpfaffenhofen
7) DLR Berlin
8) Magirus Lohr GmbH
9) Land Steiermark
10) Amt der Niederösterreichischen Landesregierung

Kontakt
DI Alexander Almer
JOANNEUM RESEARCH – DIGITAL – Institut für Informations-
und Kommunikationstechnologien
Steyrergasse 17, 8010 Graz, AUSTRIA

Tel.: +043 316 876 1738
Mobile: +043 699 1876 1738
Fax: +043 316 876 1720
E-Fax: +043 316 876 9 1738

E-Mail: alexander.almer@joanneum.at 
Internet: http://www.joanneum.at/digital