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KIRAS Sicherheitsforschung

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Kooperative Projekte > 2017

SILBOS

Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit im Luftraum für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben

Die rasante Entwicklung von kleinen unbemannten Flugsystemen treibt das exponentielle Wachstum der kommerziellen Branche an und stellt eine asymmetrische Bedrohungslage als potentielles Angriffsmittel vor dem Hintergrund ineffizienter Abwehrmöglichkeiten dar. Während in der nahen Vergangenheit Expertenwissen für die Bedienung von unbemannten Flugsystemen notwendig war verfügen kommerzielle Produkten bereits über darüberhinausgehende Funktionalität für deren Nutzung als potentielles Angriffsmittel. Auch ist aus aktueller Technologieprognose ersichtlich, dass Flugsysteme im nächsten Evolutionsschritt über zunehmende Autonomie aufweisen werden. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Veränderung der sicherheitspolitischen Bedrohungslage ist eine Adaptierung der Bedrohungsszenarien durch Berücksichtigung unbemannter Flugsysteme als potentielles Angriffsmittel von entscheidender Bedeutung. Vor allem im zivilen Bereich ist diese Problemstellung bisher von Forschung und Industrie nur unzureichend adressiert worden, wodurch heute keine zufriedenstellenden Lösungen vorhanden sind. 

Basierend auf den Erkenntnissen des G7-Gipfeltreffen 2015 und Bilderbergtreffen 2015 bei dem die öffentlichen Bedarfsträger teilweise involviert waren, wurden technologische, rechtliche und ethische Herausforderungen festgestellt. Im vorliegenden Projekt wird auf diesen Erkenntnissen sowie Ergebnissen aus laufenden Projekten aufgebaut wodurch die Problemstellung anhand der behördlich relevanten Szenarien zielgerichtet weiterentwickelt werden kann.  Das übergeordnete Ziel dieses Projekts ist die gesamtheitliche Betrachtung der Bedrohung durch unbemannte Flugsysteme als potentielles Angriffsmittel aus technologischer, ethischer und rechtlicher Sicht. Technologisch steht dabei die Interpretation der Lage und Verständnis der Bedrohung aus dem Luftraum durch Einsatz künstlicher Intelligenz als Grundlage für semi-automatische Werkzeuge zur Entscheidungsunterstützung sowie Maßnahmen zur situationsabhängigen Intervention anhand behördlich relevanter Szenarien im Vordergrund. Aus ethischer und rechtlicher Sicht wird die behördliche Intervention vor dem Hintergrund der Rechtskonformität und der terroristischen Nutzung von Luftfahrzeugen als potentiellen Angriffsmittel betrachtet. Die Ergebnisse werden in Form eines funktionalen Technologieträgers, anhand der behördlich-relevanten Szenarien, gezeigt.

Auflistung der weiteren Projekt- bzw. KooperationspartnerInnen
AIT Austrian Institute of Technology GmbH
Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH
Frequentis AG
CNS-Solutions & Support GmbH
IGASPIN GmbH
INRAS GmbH
Johannes Kepler Universität
RIEGL Research Forschungsgesellschaft mbH
Austro Control Österreichische Gesellschaft für Zivilluftfahrt mbH
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Bundesministerium für Inneres
Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport
Bundesministerium für Justiz 

Kontakt
Christoph Sulzbachner
Senior Research Engineer
Autonomous Systems
Center for Vision, Automation & Control 

AIT Austrian Institute of Technology GmbH
Giefinggasse 4 | 1210 Vienna | Austria
T +43 50550-4177 | M +43 664 8251342
christoph.sulzbachner@ait.ac.at | www.ait.ac.at