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KIRAS Sicherheitsforschung

  •  11
F&E-Dienstleistungen > 2018

Wirkungsvolle Praxisansätze aus Behördensicht beim leistungsfähigen Lasteinsatz von Elektromobilität (WALL • E)

Das KIRAS-Studienprojekt WALL • E analysiert den aktuellen technologischen Stand alternativer Antriebsformen für Fahrzeuge mit Schwerpunkt E-Mobilität, stellt praxisorientierte Anwendungsszenarien von Blaulichtorganisationen gegenüber und leitet davon Handlungsempfehlungen für einen möglichen großflächigen Einsatz von E-Mobilität ab.

Im Projekt WALL E wird die praktische Nutzbarkeit von Elektrofahrzeugen für die österreichischen Blaulichtorganisationen und hier insbesondere die Exekutive untersucht. Berücksichtigte Faktoren schließen hier Reichweite und Fahrverhalten der Fahrzeuge, aber auch erforderliche Ladeinfrastruktur und Absicherung der benötigen Kommunikationsinfrastruktur ein. Die technischen Möglichkeiten des Fahrzeugs sollen den unterschiedlichen Einsatzprofilen und deren Anforderungen gegenübergestellt und analysiert werden. In einer vorgelagerten Phase werden reale Bewegungsprofile einer repräsentativen Anzahl an Fahrzeugen mit unterschiedlichem Aufgabenbereich im täglichen Einsatz an verschiedenen Standorten erfasst. Zusätzlich werden weitere Daten zum Verbrauch und den Anforderungen durch Tests an einem elektrischen Versuchsfahrzeug und Vergleichsstudien erfasst. Vor allem der Verbrauch im Stand unter Einsatzbedingungen kann durch zusätzliche Ausrüstung einen deutlichen höheren Anspruch an das elektrische System bewirken. Diese Bewegungsprofile und Verbrauchsdaten fließen in eine Simulation realistischer (Einsatz-) Szenarien ein, um ein Anforderungsprofil für ein Gesamtsystem E-Mobilität zu ermitteln.

Weiters wird die Fragestellung analysiert, ob die Sicherheitsbedürfnisse der österreichischen Gesellschaft mit den Möglichkeiten alternativer Antriebsformen – vor allem E-Mobilität – vereinbar ist. Neben den Parametern der verfügbaren Fahrzeuge werden im Projekt auch absehbare technische Entwicklungen und notwendige Voraussetzungen betrachtet und evaluiert. Dabei wird untersucht 

  • wie eine flächendeckende Umstellung mit gleichzeitiger Sicherstellung der Verfügbarkeit erfolgen kann;
  • welche Anforderungen an die Ladeinfrastruktur entstehen und inwieweit absehbare Entwicklungen diese erfüllen (öffentliche und behördliche Ladeinfrastruktur);
  • wie eine Einbindung der Fahrzeuge in ein Kommunikations- und Planungssystem die Verfügbarkeit von Fahrzeugen und Ladeinfrastruktur erhöhen kann und welche zusätzlichen, sicherheitsrelevanten Anforderungen dabei entstehen.

Es wird eine aktuelle Handlungsempfehlung und eine Zukunftsleitlinie erarbeitet anhand derer evaluiert werden kann, ob nach weiterer technischer Entwicklung ein anderer Einsatzbereich für die Elektromobilität geeignet ist. Mit der im Projekt erarbeiteten Studie steht damit eine Handlungsanleitung zur Verfügung, mit der Implementierungsszenarien nach den Anforderungsprofilen der Beispielregionen für Blaulichtorganisationen in ganz Österreich erstellt werden können, die nicht nur das Elektrofahrzeug an sich im Fokus haben, sondern das komplexe Gesamtsystem Elektromobilität für Blaulichtorganisationen (z.B. notwendige Lade- und IKT-Infrastruktur, Prozesse, Lebenszyklus) beschreiben.

Partner
Austrian Institute of Technology GmbH (Konsortialführer)
Bundesministerium für Inneres, Abteilung BMI-IV/1
Porsche Austria GmbH & Co OG
Allmobil GmbH Wien Energie GmbH

Projektleiter
Martin Latzenhofer
Scientist
Security & Communication Technologies
Center for Digital Safety & Security
AIT Austrian Institute of Technology GmbH
Giefinggasse 4 | 1210 Vienna | Austria
T +43 50550-4134 | M +43 664 88390734 | F +43 50550-4150
martin.latzenhofer@ait.ac.at 
https://www.ait.ac.at/