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KIRAS Sicherheitsforschung

  •  11
F&E-Dienstleistungen > 2006

SUSI - Subjektive Sicherheit im öffentlichen Raum

Im Mittelpunkt steht die Frage welche Faktoren zu einer Erhöhung der subjektiv wahrgenommenen Sicherheit verschiedener Bevölkerungsgruppen beitragen.

Die subjektive Wahrnehmung von Sicherheit/Unsicherheit hängt nur bedingt mit "objektiven Bedrohungen" etwa "Gefährdungen auf Leib und Leben" zusammen. Vielmehr speist sie sich aus einem intra- und intersubjektiven Prozess, bei dem "objektive Bedrohungen" wohl eine entscheidende, aber eben nicht die einzige Determinante darstellt: Menschen fühlen sich in bestimmten Situationen sicher oder unsicher, weil sie diese selbst als sicher/unsicher definieren. Diese Definitionen unterscheiden sich von Individuum zu Individuum. Sicherheitsspezifische Studien zeigen, dass diese Definitionen eben nur bedingt auf objektive nachweisbare Sicherheitsrisiken oder tatsächliche erlebte Verbrechenssituationen zurückzuführen sind, ja sich teilweise sogar konträr zu tatsächlichen objektiven Sicherheitslagen entwickeln (vgl. Polizeipräsenz und Sicherheitsgefühl, Feltes 2003).

Ziel & Anlauf des Forschungsprojektes

Das vorliegende Forschungsprojekt möchte einen Beitrag dazu leisten, das Wissen über den subjektiven Definitionsprozess von Sicherheit/Unsicherheit im öffentlichen Raum zu erhöhen. Da präventive Sicherheitsmaßnahmen nur erfolgreich sein können, wenn sie das subjektiv wahrgenommene Sicherheitsgefühl erhöhen, stellt das Verständnis dieses Definitionsprozesses einen entscheidenden Faktor bei der Konzeption und Durchführung von erfolgreichen Instrumenten einer präventiven Sicherheitsstrategie dar. Dazu werden sowohl Aneignungskonflikte im öffentlichen Raum, als auch Auswirkungen von Kriminalpräventiven Maßnahmen (Schutzzonen, Videoüberwachungen, Polizeipräsenz, etc.) untersucht. Darüber hinaus sollen aus der beantragten Studie konkrete Empfehlungen und Schulungskonzepte entstehen, die in der Aus- und Weiterbildung von Exekutive, SozialarbeiterInnen (evt. MentorInnen, aber auch VertreterInnen von politischen Körperschaften) Anwendung finden.
Der Forschungsablauf gliedert sich in drei Forschungsphasen: In einer explorativen Forschungsphase werden mittels qualitativer ExpertInneninterviews und teilnehmender Beobachtung die Grundlagen der subjektiven Definitionsprozesse erhoben. Diese werden dann in einer anwendungsorientierten Forschungsphase über die Vignettenanalyse zu einer Struktur der Definitionsprozesse verdichtet. In einer abschließenden verwertungsbezogenen  Forschungsphase sollen diese Erkenntnisse dann aufbereitet und für Fort- und Weiterbildungsprozesse weiterentwickelt werden.
Um einen möglichst großen Bereich potentieller Determinanten subjektiver Sicherheit/Unsicherheit erheben zu können, wurden als Forschungsfeld "öffentliche Räume" gewählt, die sich hinsichtlich ihrer BenutzerInnen, ihres Konfliktpotentials und dem Ausmaß bereits etablierter präventiver Sicherheitsmaßnahmen stark unterscheiden:

  • Wiener Karlsplatz (Schutzzone, Suchtszene)
  • Fleischmarkt (Wegweiserecht, Klinik für Schwangerschaftsunterbrechungen)
  • Schwedenplatz/Morzinplatz (Videoüberwachung)
  • Brunnenmarkt (Ottakring, keine präventiven Sicherheitsmaßnahmen)


Projektleiterinnen:
Dr. Mag. Tosca Wendt, Kompetenzzentrum für Soziale Arbeit GmbH
Dr. Mag. Katharina Miko, Kompetenzzentrum für Soziale Arbeit GmbH

ProjektmitarbeiterInnen:
Dr. Christiane Atzmüller, Kompetenzzentrum für Soziale Arbeit GmbH
Mag. Jochen Kugler, Kompetenzzentrum für Soziale Arbeit GmbH
Dr. Peter M. Steiner, IHS - Institut für Höhere Studien

Kontakt:
Dr. Mag. Tosca Wendt, Kompetenzzentrum für Soziale Arbeit GmbH
1100 Wien, Daumegasse 5/2,
Tel: 0043 (1) 6066877-8300,
Fax: 0043 (1) 6066877-109
tosca.wendt@fh-campuswien.ac.at

Dr. Mag. Katharina Miko, Kompetenzzentrum für Soziale Arbeit GmbH
1100 Wien, Daumegasse 5/2,
Tel: 0043 (1) 6066877-8300,
Fax: 0043 (1) 6066877-109
katharina.miko@fh-campuswien.ac.at