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KIRAS Sicherheitsforschung

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Konzeptinitiative

SIDE - Sicherheitsrisiko Deponiegas

Abschätzung des Gefährdungspotentials und Analyse von Abwehrmaßnahmen.

Das vorliegende Projekt „SIDE - Sicherheitsrisiko Deponiegas“ hat sich zum Ziel gesetzt, die Gefährdungen, die durch das Entstehen von Deponiegas ausgehen zu analysieren und zu minimieren.

Beim mikrobiellen Abbau organischer Abfallstoffe in Deponien entsteht ein Gasgemisch aus Kohlenstoffdioxid und Methan. Dieses Deponiegas stellt eine direkte Gefährdung für  Menschen dar. Die Aufnahme von Deponiegas über die Atemwege kann zu Sauerstoffmangel und in weiterer Folge zum Erstickungstod führen.

Einige Todesfälle in Österreich zeugen von der Gefahr. So z.B. bei einer alten Deponie in Klagenfurt. Dabei kamen in einem Schacht eines angrenzenden Gewerbegebietes zwei Arbeiter durch das Einatmen von Deponiegas ums Leben (Link: http://oesterreich.orf.at/kaernten/stories/307655/). Durch diesen tragischen Unfall ist es jetzt auch zu einer Diskussion über die Zuständigkeiten in solchen Fällen gekommen.

Darüber hinaus verursacht das Methan im Deponiegas ein Sicherheitsrisiko für Mensch und Umwelt durch Explosionsgefahr. In Kombination mit Luft bildet Methan ein explosives Gemisch. Durch eine Feuerquelle oder durch Funkenbildung kann dies zur Explosion des Gases führen.

Kritische Infrastruktur, wie Autobahnen, Eisenbahnlinien oder Stromleitungen sind durch die mögliche Explosion von Deponiegas gefährdet. Es gibt etliche, Deponiegas produzierende Ablagerungen in Österreich, die unmittelbar neben wichtigen Verkehrsverbindungen liegen.

Die Tatsache, dass es hier immer wieder zu Unfällen kommt, zeigt das sicherheitspolitische Defizit in diesem Bereich und damit die Relevanz des vorliegenden Projektes. Bisher existieren in Österreich weder eine flächendeckende Erfassung aller Altablagerungen von denen eine Gefährdung durch Deponiegas ausgehen kann, noch eine Handlungsempfehlung für den Umgang mit dem Sicherheitsrisiko.

Ziel des Projektes ist daher eine Abschätzung des Gefährdungspotentials und die Analyse von Abwehrmaßnahmen. Es wird sowohl die direkte Gefährdung von Menschen (durch Erstickungsgefahr) als auch die Gefährdung kritischer Infrastruktur, wie Autobahnen, Eisenbahnlinien oder Stromleitungen (durch Explosionsgefahr) analysiert.

Dadurch werden erstmalig in Österreich konkrete Gefährdungskarten und ein Katalog mit möglichen Abwehrmaßnahmen erstellt.
Die Ergebnisse der Arbeit sollen den zuständigen Behörden und den Problembesitzern als Entscheidungshilfe dienen, die möglichen Sicherheitsrisiken zu erkennen und zu minimieren.

Kontakt / Projektleiter:
DI Dr. Roman Prantl
blp GeoServices gmbh
Schottenfeldgasse 63/2
1070 Wien
Tel: +43/732/997004-14
Mob: +43/699/15559914
Fax: +43/732/997004-19
r.prantl@blpgeo.at
www.blpgeo.at