Diese Seite verwendet Cookies. Durch klicken auf "OK" sind Sie mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Nähere Informationen zu Cookies und unserem Datenschutz finden Sie hier.

OK

KIRAS Sicherheitsforschung

  •  11
F&E-Dienstleistungen > 2009

Sicherheitstypologie

Im KIRAS-Forschungsprojekt „Sicherheitstypologie“ wird die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren auf Basis ihres umfassend erhobenen Sicherheitsgefühls einer Typologisierung unterzogen.

Im KIRAS-Forschungsprojekt „Sicherheitstypologie“ wird die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren auf Basis ihres umfassend erhobenen Sicherheitsgefühls einer Typologisierung unterzogen.

Die umfassende Beschreibung und Erklärung des subjektiven Sicherheitsgefühls ist die Voraussetzung zum Abbau von sozialen Ungleichheiten in diesem Bereich. Dazu ist es notwendig, einen vielschichtigen, mehrdimensionalen Sicherheitsbegriff, wie er im Forschungsprogramm KIRAS beschrieben wird, zu verwenden. Sicherheitsempfinden entsteht im Wirkungsgefüge der persönlichen Lebenswelt, gesellschaftlicher Strukturen und des öffentlichen Diskurses.

Um die Einflussfaktoren von subjektiver Sicherheit wissenschaftlich erklären zu können, werden die Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Dimensionen des Sicherheitsbegriffs identifiziert. Wichtig sind hierbei Kompensations- und Verstärkungstendenzen zwischen einzelnen Facetten, d.h. inwiefern beeinflusst das Sicherheitsgefühl in einem Bereich (z.B. im sozialen Bereich) das entsprechende Empfinden in einem anderen Bereich (z.B. innere Sicherheit bzw. Kriminalität). Nur durch die simultane Analyse der Komponenten im Zuge einer Clusterung bzw. Typenbildung lassen sich die Prozesse umfassend erklären. Darauf aufbauend können schließlich auch Maßnahmen zur Förderung bzw. Stabilisierung des subjektiven Sicherheitsgefühls für die einzelnen Typen entwickelt werden und so bei der Umsetzung von Programmen Streuverluste in der Wirkung minimiert und dadurch finanzielle Ressourcen geschont werden. Durch die Charakterisierung der Typen anhand ihres soziodemographischen, sozioökonomischen und regionalen Hintergrunds werden diese einfach identifizierbar und können so leicht in politischen Handlungsfeldern integriert werden.

Das Neuartige am hier vorgestellten Ansatz ist die Multidimensionalität des Ansatzes. Bisher sind die Wechselwirkungen und Konstruktionsprozesse zwischen den einzelnen Komponenten eines umfassenden Sicherheitsbegriffs noch nicht in diesem Umfang analysiert worden. Es gibt international noch keine Typologienbildung im Bereich der Sicherheit. Die Erkenntnisse der Studie werden auf eine österreichische Landkarte übertragen, wodurch regionale Unterschiede hinsichtlich des Sicherheitsgefühls, der Ängste, der sozialen Zusammensetzung und der bevorzugten Kommunikationsstile leicht abgerufen und ausgewertet werden können. Auf Basis dieser Informationen ist es möglich, für die verschiedenen Regionen unterschiedliche Maßnahmen und Strategien zu entwickeln.

Um die Verwertung, Verbreitung und Verwendung der Erkenntnisse zu fördern, wird ein Indikatorenset zusammengestellt, das es anderen ForscherInnen ermöglicht, die Sicherheitstypologie in empirischen Studien anzuwenden. Ein entsprechendes Kompendium soll in anschaulicher Form die Sicherheitstypen und deren spezifischen Charakteristika überblicksmäßig darstellen.

 

Projektleiter / Unternehmen:
Institut für empirische Sozialforschung (IFES) GmbH

Kontakt:
MMag. Dr. Reinhard Raml
Institut für empirische Sozialforschung (IFES) GmbH
Teinfaltstraße 8
1010 Wien
Tel.: +43 1/546 70 321
Fax: +43 1/546 70 312
E-Mail: reinhard.raml@ifes.at
Web: www.ifes.at