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KIRAS Sicherheitsforschung

  •  11
F&E-Dienstleistungen > 2010

Sicherheit gegen elektromagnetische Bedrohungen (SEMB)

Identifikation kritischer, durch elektromagnetische Felder (EM) bedrohter Infrastrukturen. Basierend auf Analysen des Risikopotentials werden präventive Schutzkonzepte gegen EM Bedrohungen entwickelt.

Die Bedrohung der Bevölkerung durch elektromagnetische Kriminalität und elektromagnetischen Terrorismus nimmt in den letzten Jahren ständig zu. Der Bogen der kriminellen oder terroristisch motivierten Taten reicht von der Störung von Banknetzwerken, dem Auslösen von falschen Gewinnen bei Spielautomaten, der Störung von Alarmanlagen bis hin zur Störung von Telekommunikationsnetzwerken. Elektromagnetische Bedrohungen basieren auf dem Einsatz energiereicher elektromagnetischer Felder. Solche hochenergetischen elektromagnetischen Signale können in vielfacher Weise die Elektronik kritischer Infrastrukturen beeinflussen oder sogar zerstören. In Europa und in den USA wurden in den letzten Jahren zunehmend mehr Projekte über elektromagnetische Bedrohungen im zivilen Sektor geführt, in Österreich gibt es bis heute keine Vorhaben in diesem Bereich. Daher ist es in Übereinstimmung mit dem österreichischen Programm APCIP (Austrian Program for Critical Infrastructure Protection) zur Sicherung strategischer Infrastrukturen erforderlich, die im Hinblick auf elektromagnetische Bedrohungen die potentiell betroffenen kritischen Infrastrukturen in Österreich zu identifizieren und das Risikopotential bei deren Ausfall zu erheben.
Das Projekt SEMB (Sicherheit gegen elektromagnetische Bedrohungen) setzt daher auf einer mit den Bedarfsträgern Bundesministerium für Inneres und Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport erarbeitenden Übersicht über für elektromagnetische Bedrohungen kritische Infrastrukturen in Österreich auf. Im nächsten Schritt wird das Risikopotential beim Ausfall der betrachteten Infrastrukturen analysiert um Prioritäten bei der Ableitung präventiver Maßnahmen setzen zu können. Zurzeit fehlt auch eine Übersicht über bestehende Werkzeuge elektromagnetischer Bedrohungen, die ebenfalls im Zuge von SEMB durchgeführt wird. Die Werkzeuge unterscheiden sich in der Art der Emissionen (z.B. im Hinblick auf Bandbreite oder Intensität), in ihrer Größe und dadurch in der Möglichkeit der Camouflage sowie des Aufwandes bei Aufbau im Hinblick auf Know-how und Kosten, und letztendlich in der Verfügbarkeit der Werkzeuge sowie ihrer Komponenten. Dies ist die Basis für die Klassifizierung der elektromagnetischen Bedrohungen, die unabdingbar für die Entwicklung von Schutzmaßnahmen ist. Diese generischen Schutzmaßnahmen werden in einem Maßnahmenkatalog zum Schutz kritischer Infrastrukturen zusammengefasst.
SEMB dient auch der zurzeit in Österreich noch relativ wenig ausgeprägten Bewusstseinsbildung über die Bedrohungen durch elektromagnetische Felder. Das Projekt ist die Basis einer österreichischen Strategie zum Schutz kritischer Infrastrukturen, die Konzepte zur Reduktion der Vulnerabilität durch elektromagnetische Felder beinhalten wird.

Projektleiter 
Dr. Georg Neubauer
AIT Austrian Institute of Technology
Informations Management & eHealth
Safety & Security Department
Telefon: +43 50550 2807
Fax: +43 50550 2813
Sekretariat: +43 50550 2882
E-Mail: georg.neubauer@ait.ac.at
2444 Seibersdorf 

Projekt- bzw. KooperationspartnerInnen 
BUNDESMINISTERIUM FÜR INNERES
Sektion I, Büro für Sicherheitspolitik
Minoritenplatz 9
1014 Wien, Österreich
http://www.bmi.gv.at
Leiter: MMag. Harald Felgenhauer 

BUNDESMINISTERIUM FÜR INNERES
Kriminalprävention und Opferhilfe
Schlickplatz 6
1090 Wien, Österreich
http://www.bmi.gv.at
Leiter des Büros: Ing. Mag. Herwig Lenz 

BUNDESMINISTERIUM FÜR Landesverteidigung und Sport
Abteilung Wissenschaft, Forschung und Entwicklung 
Roßauer Lände 1
1090 Wien, Österreich
http://www.bmlvs.gv.at
Leiter: Bgdr Mag. Klemens Hofmeister

Seibersdorf Labor GmbH 
Geschäftsfeld EMC & Optics
2444 Seibersdorf
www.seibersdorf-laboratories.at

Kontakt 
AIT Austrian Institute of Technology
Safety & Security Department
2444 Seibersdorf
T: +43 505 50 - 2860
http://www.ait.ac.at