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KIRAS Sicherheitsforschung

  •  11
F&E-Dienstleistungen > 2016

SI-ALT

Polizei und Alter: Stärkung der subjektiven Sicherheit älterer und hochaltriger Frauen und Männer im öffentlichen Raum

Das Projekt SI-ALT beschäftigt sich mit neuen Herausforderungen, die durch dendemographischen Wandel und die wachsende Alterung der Gesellschaft auf PolizistInnen(und andere SicherheitsakteurInnen) in den nächsten Jahrzehnten zukommen werden.

In Österreich liegt der Anteil an Menschen im Alter von 50 Jahren oder älter bei 38,3%, derAnteil der Menschen im Alter von 65 Jahren oder älter bei 18,3% (Statistik Austria, 2014).Diese Anteile werden bis 2030 voraussichtlich auf 43,4% (50+) bzw. 23,6% (65+) steigen(ebd.). Bei „den“ älteren und hochaltrigen Frauen und Männern handelt es sich aber nicht umeine homogene Zielgruppe, an die sich PolizistInnen mit einer einheitlichen Präventions- undKommunikationsstrategie im öffentlichen Raum wenden können, sondern um eine internsehr stark differenzierte Gruppe, die zwar gewisse Charakteristika miteinander teilen, sichjedoch in ihren Bedürfnissen, in ihren Lebensstilen und schlussendlich in ihrem subjektivenSicherheitsempfinden stark unterscheiden.

Obwohl die objektive Sicherheit im Sinne des Rückgangs von Straftaten steigt, spiegeln sichdiese Entwicklungen nicht immer in der subjektiven Einschätzung der Bevölkerung wider.Obwohl in Österreich mehrere (nationale und internationale) Befragungen, die sich demsubjektiven Sicherheitsgefühl der Bevölkerung beschäftigen, durchgeführt wurden undwerden, ist wenig darüber bekannt, wie sich die subjektive Sicherheitswahrnehmung ältererund hochaltriger Frauen und Männer im Detail darstellt und wie die älterenBevölkerungsgruppen in der Polizeiarbeit bestmöglich berücksichtigt werden können.Insbesondere berücksichtigen bisherige Studien weder methodisch noch in der Auswertungder Daten die große Heterogenität innerhalb der Gruppe der älteren Frauen und Männer.

Umsetzung
Diese Forschungslücke will SI-ALT schließen, indem durch quantitative und qualitativeErhebungen in drei – mit dem Bundesministerium für Inneres vereinbarten – Pilotregionenmit unterschiedlicher Besiedelungsdichte die Sichtweisen älterer und hochaltriger Frauenund Männer als auch jene von PolizistInnen zum Thema Sicherheit im öffentlichen Raumerhoben werden. Auf Basis dieser partizipativen Erhebungen werden im Projekt SI-ALTfolgende Produkte entwickelt, die einen wertvollen Beitrag zur Präventions- undKommunikationsarbeit und zum Umgang von PolizistInnen mit älteren und hochaltrigen Menschen leisten:

  • ein Barometer zur Darstellung der objektiven Sicherheitslage und der subjektivenSicherheitswahrnehmung älterer und hochaltriger Frauen und Männer
  • ein Leitfaden zur Sensibilisierung von PolizistInnen für neue Bilder des Alter(n)s undzur Darstellung der Bedürfnisse, Risiken und Irritationen einer heterogenenZielgruppe im öffentlichen Raum und
  • ein Curriculum für die polizeiliche Aus- und Fortbildung zur Stärkung der PräventionsundKommunikationsarbeit für den polizeilichen Alltag, das PolizistInnen in ihrerHandlungssicherheit im Umgang mit älteren und hochaltrigen Frauen und Männernunterstützen soll.

Projektleitung
Mag. Michael Stadler-Vida
queraum. kultur- und sozialforschung

Projekt- und KooperationspartnerInnen
Bundesministerium für Inneres (BM.I)
Institut für Soziologie, Universität Wien
Kompetenzzentrum für empirische Forschungsmethoden, WU Wien

Kontakt
Mag. Michael Stadler-Vida
queraum. kultur- und sozialforschung
Obere Donaustraße 59/7a1020 Wien
Telefon: +43 1 958 09 11
E-Mail: stadler.vida@queraum.org 
Homepage: www.queraum.org