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KIRAS Sicherheitsforschung

  •  11
Kooperative Projekte > 2018

security4pharmacy-transportation

Entwurf, Konzeption und Umsetzung eines Tools zur Erhöhung der Sicherheit der Produktion sowie des Transports von pharmazeutischen Vor- und Endprodukten

Die Pharmaindustrie in der Europäischen Union, insbesondere in Deutschland und Österreich, ist im internationalen Vergleich sehr fortgeschritten und auch sehr sicher. Allerdings wird speziell die Versorgungssicherheit der Bevölkerung mit Arzneimitteln zunehmend schwieriger bzw. komplexer.

Dies ist einerseits auf den zunehmenden Bedarf an Medikamenten zurückzuführen, andererseits wachsen die von außen auf die gesamte Produktionskette einwirkenden Gefahren stetig. So hat nicht nur die organisierte Kriminalität erkannt, dass die hochsensiblen Güter der Pharmaindustrie ein attraktives Ziel darstellen, sondern auch der internationale Terrorismus. In beiden Fällen gilt es, nicht nur die fast schon traditionellen Gefahrenquellen (Diebstahl, Verunreinigungen, Fälschungen usw.), sondern auch neuartige Angriffe (Cyberkriminalität) abzuwehren. Darüber hinaus stellen politische Umwälzungen, klimatische Veränderungen usw. große Anforderungen an die hochsensible Produktion und den hochspezialisierten Transport.

Fazit: Die Abhängigkeit von einer reibungslosen Versorgung mit Arzneimitteln steigt. Gleichzeitig werden die weltweiten Abhängigkeiten und Risiken größer. Ein Unterbrechen der Lieferkette in diesem Bereich betrifft mitunter nicht die Masse der Bevölkerung, hat hingegen unmittelbar letale Folgen, mit signifikanten Auswirkungen auf die Ängste der Gesamtbevölkerung.

Das bilaterale Konsortium entwirft ein Tool, das die Versorgungssicherheit für Medikamente mit geringer Haltbarkeit verbessert. Dazu gehört die frühzeitige Vorhersage möglicher Produktionsengpässe, die Absicherung der Lieferkette sowie die Resilienz gegenüber digitalen Threads und kriminellen und terroristischen Bedrohungen. Ergänzend werden die rechtlichen/politischen Rahmenbedingungen im internationalen Warenverkehr im Hinblick auf diese spezifische Produktgruppe untersucht und Lösungsvorschläge unterbreitet.

Ziel des Projekts s4pt ist es somit, die Arzneimittelversorgung insbesondere in der Europäischen Union, aber auch darüber hinaus, die bereits auf einem sehr hohen Niveau gewährleistet ist, gegenüber den zunehmenden Gefahren einer sich wandelnden Welt weiter zu erhöhen. Das zu entwickelnde Tool soll alle auf sämtlichen Ebenen der Produktionskette in der pharmazeutischen Produktion und Verteilung Beteiligten in die Lage versetzen, ihre eigenen Leistungen auf die zunehmende international agierende organisierte Kriminalität, auf den ausufernden Terrorismus, auf besorgniserregende politische Veränderungen, auf eine sich verändernde Klimasituation inklusive kurzfristiger Wetterextreme usw. vorzubereiten bzw. abzustimmen.

Projektleitung 
netwiss OG http://www.netwiss.at 

Projektpartner 
Forum Vernetzte Sicherheit gGmbH (Konsortiallead Deutschland)
Bayer AG (Wirtschaftspartner, Deutschland)
Zentrum für Europäische und Internationale Strafrechtsstudien, Uni Osnabrück
(wissenschaftlicher Partner, Deutschland)
Manova GesmbH (Umsetzungspartner, Österreich)
Russia Fachspedition Dr. Lassmann GesmbH (Wirtschaftspartner, Österreich)
Logistikum, Fachhochschule Oberösterreich (wissenschaftlicher Partner, Österreich)
Bundessparte Transport und Verkehr, WKO (Wirtschaftspartner, Österreich)

Kontaktdaten 
Mag. Alex Schubert
Hohe Warte 46
A-1190 Wien

0664/5170969
alex.schubert@netwiss.at