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KIRAS Sicherheitsforschung

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Kooperative Projekte > 2019

PRIMUS 2 - PRS Informationsmodellierung und Server Konzept für Österreich

Das Galileo Public Regulated Service (PRS) bietet im Vergleich zu anderen GNSS (Globales Navigationssatellitensystem) eine höhere Kontinuität und Robustheit gegenüber Störungen für staatlich autorisierte Nutzergruppen. Um PRS national nutzen zu können, müssen die gemeinsamen Mindeststandards eingehalten und vor allem eine nationale Competent PRS Authority (CPA) eingerichtet werden. Das Ziel von PRIMUS 2 ist es, aufbauend auf den Ergebnissen des Vorgängerprojektes PRIMUS technische, wirtschaftliche und organisatorische Faktoren für eine optimale Umsetzung von Galileo PRS in Österreich zu prüfen. Ergebnis sind Empfehlungen für die strategische und operative Ausformung der CPA in Österreich.

Das Galileo Public Regulated Service (PRS) bietet Möglichkeiten, die andere GNSS (Globale Navigationssatellitensysteme) nicht vorsehen und ist somit einer der Wegbereiter des gesamten Galileo Projektes. Eine Störung des Signal in Space (SIS) durch (Wirtschafts-) Terroristen, Betrüger, subversive oder feindliche Stellen kann die nationale Sicherheit, die Exekutive, kritische Infrastruktur und wirtschaftliche Aktivitäten in einem signifikanten Umkreis empfindlich stören. Galileo PRS besitzt eine höhere Kontinuität und Robustheit des SIS gegenüber beabsichtigten und unbeabsichtigten Störungen für staatlich autorisierte Nutzergruppen. Voraussetzung für die nationale Nutzung von PRS ist die Einhaltung der Gemeinsamen Mindeststandards (cf. [1104/2011/EU]) und somit auch die Einrichtung einer nationalen Competent PRS Authority (CPA). Die nationale CPA entscheidet, welche Nutzer PRS in einem Mitgliedstaat nutzen dürfen. Im Juni 2018 wurde die rechtliche Grundlage für die Einrichtung einer österreichischen CPA in der Informationssicherheitsverordnung gelegt.

Das Ziel von PRIMUS 2 ist es, aufbauend auf den Ergebnissen des Vorgängerprojektes PRIMUS technische, wirtschaftliche und organisatorische Faktoren für eine optimale Umsetzung von Galileo PRS in Österreich zu prüfen. Dazu wird in einem ersten Schritt die Anwendbarkeit des generierten Information Exchange Modells untersucht. Alle erforderlichen Faktoren für die Klassifizierung der Nutzer und deren Kombination in unterschiedliche Nutzergruppen (nach den Anforderungen der Gemeinsamen Mindeststandards) werden identifiziert (organisatorisch, rechtlich, technisch) und in einem Entscheidungsbaummodell abgebildet. Durch die exemplarische Anwendung des Models und des generierten Entscheidungsbaumes wird deren Durchführbarkeit an zwei Nutzergruppen getestet. Empfehlungen für die Art des Nutzungskonzeptes („PRS only“ vs. „PRS Server“) pro Nutzergruppe werden gegeben. Weiters werden die Grundlagen für die notwendigen Betriebskonzepte und -verfahren für die Nutzung des PRS in Österreich analysiert sowie deren Anwendbarkeit für die Art des verwendeten Nutzungskonzeptes geprüft. Das im Vorgängerprojekt PRIMUS untersuchte Snapshot-Verfahren soll im Rahmen des Projekts weiterentwickelt und verbessert werden (Reduzierung der Latenzzeit und der Datenübertragungsmöglichkeiten, Analyse der Robustheit gegenüber Interferenz). Da für das Snapshot Verfahren serverseitig ein PRS Empfänger notwendig ist, sollen technische Alternativen (z.B. Blind GNSS Sequence Tracking) anhand von Simulationen und Analysen untersucht und mit dem PRS-Server-Konzept verglichen werden. Basierend auf dem technischen Vergleich soll auch die Wirtschaftlichkeit (Anschaffungskosten, Betrieb, Wartung) untersucht und verglichen werden.

Ergebnis sind Empfehlungen für die strategische und operative Ausformung der CPA in Österreich. Dies beinhaltet ein Entscheidungsbaummodell sowie Prozessvorschläge für die Nutzer(gruppen), Empfehlungen für Nutzungskonzepte pro Nutzergruppe, eine Weiterentwicklung des Snapshot-Verfahrens sowie Prüfung von Alternativen in Hinblick auf das PRS Server Konzept.

Projektleitung: 
BRIMATECH Services GmbH
Lothringerstraße 14
A-1030 Vienna
WWW: www.brimatech.at 

Projektpartner:
TeleConsult Austria GmbH
Rettenbacher Straße 22; A-8044 Graz

TU Wien, Department für Geodäsie & Geoinformation
Forschungsbereich Höhere Geodäsie
Gußhausstraße 27-29/E120-4, A-1040 Wien

Bundesministerium für Landesverteidigung
Roßauer Lände 1 - 1090 A-Wien

Bundeskanzleramt
Ballhausplatz 2, 1010 A-Wien

Kontakt 
Dr. Susanne Katzler-Fuchs
BRIMATECH Services GmbH
Lothringerstraße 14
A-1030 Vienna
WWW: www.brimatech.at
Email: skf@brimatech.at
Tel: +43 664 9689421