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KIRAS Sicherheitsforschung

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F&E-Dienstleistungen > 2016

MOMA

Modernes Management im Polizeianhaltewesen: Safe & Healthy Prisons

Das Projekt MOMA untersucht das bisher wenig beforschte Feld des Polizeianhaltewesens und antwortet damit auf eine Lücke innerhalb der Sicherheitsforschung. Das Projekt generiert praxisrelevantes und wissenschaftlich abgesichertes Wissen zur gesundheitlichen und sozialen Situation von Häftlingen und Beschäftigten in Polizeianhaltezentren (PAZ). Mit seiner Ausrichtung auf die Perspektive der Häftlinge und der in den PAZ beschäftigten Personen schafft MOMA eine Grundlage für ein zeitgemäßes Management im Polizeianhaltewesen, das die Grundrechte und Unversehrtheit der Häftlinge („Healthy Prison“ WHO) aber auch der Beschäftigten berücksichtigen kann. Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts liegt im Bereich der Ausbildung des Personals von Anhaltezentren. Das Wissen über die Bedingungen und Problemstrukturen in PAZ fließt in Form eines Kompetenzprofils in die in Umbau befindliche Aus- und Weiterbildung der in PAZ tätigen Personen ein. Die Ergebnisse von MOMA stehen über das Projektende hinaus für die Arbeit in PAZ zur Verfügung, indem es einen partizipativ erarbeiteten Lösungsatlas hinterlässt, der in Problemsituationen befragt werden kann. Ein weiteres Ziel des Projekts ist die Überarbeitung der bestehenden Anhaltedatei der Vollzugsverwaltung auf Basis einer Potential-Defiziteinschätzung.

Umsetzung
Das Projekt wird vom Kompetenzzentrum für empirische Forschungsmethoden der Wirtschaftsuniversität Wien in Zusammenarbeit mit den Projektpartner/inn/en queraum. kultur- und sozialforschung – beide Teil des Netzwerks partizipative Sicherheitsforschung –, dem Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie sowie dem Bundesministerium für Inneres umgesetzt.
Geforscht wird in drei unterschiedlichen PAZ. Qualitative Interviews, aber auch quantitative Befragungen erheben die Situation der Häftlinge in den Anhaltezentren. Die Perspektive der Beschäftigten wird mittels qualitativer Interviews sowie mit der Methode der vignettenbasierten Fokusgruppenbefragungen, die bereits in den KIRAS-Projekten PARSIFAL und POLIS für die Sicherheitsforschung konzipiert wurde und in MOMA weiterentwickelt wird, untersucht. Es wird ein Kompetenzprofil erstellt, das offenlegt, welche Anforderungen an die Kompetenzen der Beschäftigen in Anhaltezentren gestellt werden. Die Projektergebnisse werden außerdem in partizipativen Workshops mit Bedarfsträger/inne/n, Expert/inn/en und Stakeholdern zu Lösungsansätzen für identifizierte Probleme weiterentwickelt.

Projektleitung
Dr.in Katharina Miko-Schefzig
Kompetenzzentrum für empirische Forschungsmethoden, WU Wien

Projektpartner/inn/en
queraum. kultur- und sozialforschung
Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie
Bundesministerium für Inneres

Ansprechperson
Dr.in Katharina Miko-Schefzig
katharina.miko-schefzig@wu.ac.at, +43 1 31336 5319