Diese Seite verwendet Cookies. Durch klicken auf "OK" sind Sie mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Nähere Informationen zu Cookies und unserem Datenschutz finden Sie hier.

OK

KIRAS Sicherheitsforschung

  •  11
F&E-Dienstleistungen > 2014

FlashBang

In-situ Risikobeurteilung der akustischen Wirkung von Blendgranaten

Die Entwicklung und Erprobung Nicht-letaler Wirkmittel (NLW) wird bereits seit den späten 1960iger Jahren vorangetrieben. In das breite Licht der Öffentlichkeit rückten dieser aber erst etwa 1990. Seit damals kann ein Trend zu neuen Arten von NLW beobachtet werden, der dem Militär als auch den Sicherheitskräften wie Polizei und Justizwache neue Möglichkeiten in der Bewältigung Ihrer Aufgaben eröffnet.

Der Ruf nach Verhältnismäßigkeit und die starke Präsenz der Medien zwingen Sicherheitskräfte jedoch heutzutage speziell im urbanen Umfeld angepasst vorzugehen und dabei möglichst geringe Folgeschäden zu verursachen. Dabei helfen Ihnen Nicht-letale Wirkmittel, die – wie ihr Name schon sagt – bei richtigem Einsatz nicht tödlich wirken.

Das Risiko unbeabsichtigter Wirkungen ist derzeit jedoch nicht auszuschließen, da die Untersuchungen der Wirkungsweisen von NLW derzeit nur rudimentär sind. Problematisch ist dabei, dass bis dato keine standardisierten Messverfahren zur Erstellung von Spezifikationen von Blendgranaten existieren.

Speziell die Wirkungen beim Einsatz von so genannten Blendgranaten (engl. auch flash-bang oder stun grenades genannt) sind derzeit nur sehr unzureichend untersucht. Dadurch kommen Einsatzkräfte Vorort immer wieder in die Lage, das Gebot der Verhältnismäßigkeit bzw. der Diskriminierung nicht entsprechend einschätzen zu können, wodurch Dritten Leid zugefügt werden kann und z.B. Kollateralschäden entstehen. Daraus folgt für Einsatzkräfte eine Rechtsunsicherheit, wodurch weitere rechtliche Folgen wie Schadenersatzansprüche, etc. unvermeidbar sind.

Ziel der Studie ist es, die akustische Wirkung von Blendgranaten beim Einsatz im Freien und in Räumen zu untersuchen und weiters die Grundlagen für ein Simulationswerkzeug zu schaffen, das es Einsatzkräften erlaubt, die akustische Wirkung einer Blendgranate auf Menschen in-situ vor dem Gebrauch abzuschätzen. 

Konsortialführer:

JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH - Insitut DIGITAL

Projektpartner:

Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport (BMLVS) 

Kontakt

DI Dr. Franz Graf

JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH - Insitut DIGITAL

Telefon: +43 316 876 1631

Email: franz.graf@joanneum.at

Homepage: www.joanneum.at