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KIRAS Sicherheitsforschung

  •  11
Kooperative Projekte > 2010

FBC - Grenzkontrolle der Zukunft

Entwicklung eines sicheren, effizienten und zugleich benutzerfreundlichen automatischen Grenzkontrollsystems für die Schengen-Außengrenze am Flughafen Wien.

Das ständig steigende weltweite Passieraufkommen auf Flughäfen bringt neue Herausforderungen im Bereich der Grenz- und Sicherheitskontrollen mit sich. Im vorliegenden Projekt soll ein beschleunigtes Grenzkontrollsystem erforscht und entwickelt werden, mit dem Ziel der Erhöhung des Personen-Durchsatzes unter Gewährleistung höchster Sicherheit (Überprüfung der Identitätsmerkmale, Pass-Echtheitskriterien). Die Ziele des Projektes sind (i) eine Best Practice-Analyse bestehender Systeme und daraus abgeleitete Anforderungen der Bedarfsträger, (ii) die Erforschung und Innovation der technologischen Kernelemente zukünftiger Grenzkontrollsysteme und (iii) die beispielhafte Demonstration eines Systems der Zukunft.

Es wird eine Best Practice-Analyse von in Europa bereits bestehenden automatischen Grenzkontrollen vorgenommen. Basierend auf dieser Best Practice-Analyse und einer detaillierten Bedarfsanalyse seitens des Bundesministeriums für Inneres (BM.I) und des Flughafens Wien Schwechat (VIA) werden technische Anforderungen für die Grenzkontrolle der Zukunft entwickelt, die im Rahmen der rechtlichen Bedingungen liegen. Die gewonnenen Erfahrungen aus der Best Practice-Analyse liefern die Basis für die Optimierungsmaßnahmen in den hochkomplexen technischen Kernelementen wie optimierte Pass-Lese- und Prüf-Vorgänge, Videoüberwachung und Biometrie. Durch die Best Practice-Analyse werden auch die systematischen Integrationsmöglichkeiten von manueller Kontrolle und automatisierten Gates erforscht und optimiert. Daraus entsteht ein optimiertes Konzept mit dem Ziel, den Gesamt-Durchfluß zu erhöhen. Die Erhöhung der Sicherheit wird durch Erforschung und Innovation der technologischen Kernelemente vorangetrieben. Es werden Aspekte der Benutzerfreundlichkeit und Akzeptanz solcher Systeme durch das Institut für empirische Sozialforschung (IFES) unter Einbeziehung von qualitativen und quantitativen Befragungen untersucht und bereits in die Konzeptionierung des Demonstrationsvorhabens integriert (Privacy-by-Design; Usability-by-Design). Alle Erkenntnisse werden in Form eines Demonstrators umgesetzt, der am Flughafen im Testbetrieb Evaluierungsergebnisse liefern soll. Dieser Demonstrator soll es erlauben, einzelne Module zu adaptieren (z.B. Prozeßsteuerung, Vereinzelung) und deren Einflüsse auf die Leistungsfähigkeit hinsichtlich Durchsatz und Qualität der Kontrolle zu ermitteln. In umfangreichen Praxistests soll die Tauglichkeit solcher Gates aus Sicht der Sicherheitsbehörden, des Infrastrukturbetreibers und der NutzerInnen ermittelt werden. Wichtige Themen dabei sind das Benutzungskonzept aus Sicht des Passagiers (Sichtbarkeit des Gates, Verständlichkeit, Prozess-Verständnis) und der Sicherheitsbehörde (Einsicht in die Gates, Integration mit Videoüberwachung, Integration in Sicherheits-Abfragesysteme), sowie der Prozess-Ablauf (Kiosksystem vs. reine Gate-Lösung, Integration von automatisierter und manueller Kontrolle etc.).

Endresultate des Projektes sind (i) technologische Ergebnisse in Form von Demonstratoren innovativer Elemente eines eGates, (ii) eine umfangreiche Analyse der Möglichkeiten der Gestaltung eines eGates, sowie (iii) eine Empfehlung für die optimale Integration in den Flughafen Wien Schwechat unter Einbeziehung rechtlicher, ethischer und soziale Aspekte.

ProjektleiterIn
DI Andreas Kriechbaum
Safety & Security Department
Video- and Security Technology
AIT Austrian Institute of Technology GmbH

Auflistung der weiteren Projekt bzw. KooperationspartnerInnen
Oberst Johann Riedl, B.A;. Bundesministerium für Inneres
Mag. (FH) Manfred Wimmer; Flughafen Wien AG
Dr. Helmut Hohenegger; ATOS IT Solutions and Services GmbH
Albert Schürstedt; Gunnebo Österreich GmbH

Kontakt
Mag.(FH) Michael Mürling
Safety & Security Department
Marketing and Communications
AIT Austrian Institute of Technology GmbH
Donau-City-Straße 1 | 1220 Vienna | Austria
Tel/Fax: T: +43 050550 – 4126 | F: +43 50550 4150
E-Mail: michael.muerling@ait.ac.at
Web: http://www.ait.ac.at/safety_security