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KIRAS Sicherheitsforschung

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Kooperative Projekte > 2018

EVE - Effiziente Bevorrangung von Einsatzfahrzeugen im automatisierten Straßenverkehr

Das Projekt EVE untersucht, wie in kooperativen, intelligenten Transportsystemen Einsatzfahrzeugen wie z.B. Krankenwägen automatisiert Vorrang eingeräumt werden kann. Dazu kommuniziert das Einsatzfahrzeug mit Verkehrssignalanlagen oder anderen Fahrzeugen. Sicherheitsanforderungen spielen dabei eine besonders wichtige Rolle.

Kooperative, intelligente Verkehrssysteme (C-ITS) haben das Ziel, ihre Nutzer durch umfassende Informationen und innovative Dienste in die Lage zu versetzen, die Verkehrsnetze effizienter und sicherer zu nutzen. Im Projekt „Effiziente Bevorrangung von Einsatzfahrzeugen im automatisierten Straßenverkehr (EVE)“ liegt der Fokus dabei auf Verkehrssignalanlagen.

Diese Anlagen müssen in allen Situationen sowohl mit Connected Vehicles als auch mit konventionellen Fahrzeugen im Mischverkehr zuverlässig interagieren, einerseits im urbanen, andererseits auch bei Gefahrenstellen im interurbanen Raum. Zugleich sollen sie flexibel auf die jeweilige Verkehrssituation reagieren und unter gewissen Voraussetzungen Fahrzeugen Vorrang gewähren.

EVE wird hierzu die in den Standards skizzierten Service Specific Permissions für spezielle Nutzergruppen, etwa für Blaulichtorganisationen oder den öffentlichen Verkehr, konkretisieren. Durch die Abstufung verschiedener Nutzergruppen sollen unterschiedlich priorisierte Anwendungsfälle im Gesamtsystem einer C-ITS-Straßeninfrastruktur realisiert werden können.

Mögliche Anwendungsfälle umfassen eine Bevorrangung von Blaulichtorganisationen oder die virtuelle Korridorbildung für bestimmte Verkehrsklassen. Über Use Cases für Reaktionsszenarien der Infrastruktur in Bezug auf unterschiedliche Nutzergruppen werden praktische Anwendungsfälle analysiert und Anforderungen abgeleitet. Ein Use Case wird dabei auch als Prototyp umgesetzt.

Im Fokus steht dabei das Lifecycle Management der Service Specific Permissions unter Nutzung einer Public-Key-Infrastruktur, um den Lebensweg der Zertifikate von der Erstellung und Nutzung bis hin zu Widerruf und Dekommissionierung als definierte Prozesse zu beschreiben. Dabei fließen Aspekte wie zuverlässiges Berechtigungsmanagement, praxisorientierte Anwendungsmodi und eine umfassende Bedrohungsanalyse samt resultierender Sicherheitslevels ein. 

Projektleiterin
Dr. Lucie Langer, AIT Austrian Institute of Technology GmbH

Weitere Projektpartner
Bundesministerium für Inneres, Abteilung II/12, Verkehrsdienst der Bundespolizei
Bundesministerium für Landesverteidigung
Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft (ASFINAG) vertreten durch ASFINAG Maut Service GmbH
Swarco Futurit Verkehrssignalsysteme GesmbH
Andata Entwicklungstechnologie GmbH
WIENER LINIEN GmbH & Co KG
Universität Wien, Rechtswissenschaftliche Fakultät, Institut für Europarecht, Internationales
Recht und Rechtsvergleichung, Arbeitsgruppe Rechtsinformatik
Donau-Universität Krems, Zentrum für Infrastrukturelle Sicherheit

Kontakt
Dr. Lucie Langer
Security & Communication Technologies
Center for Digital Safety & Security
AIT Austrian Institute of Technology GmbH
Giefinggasse 4 | 1210 Vienna | Austria
T +43 50550-3191 | M +43 664 8251438 | F +43 50550-4150
lucie.langer@ait.ac.at | www.ait.ac.at