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KIRAS Sicherheitsforschung

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F&E-Dienstleistungen > 2014

EBeCa

Evaluation & Begleitung der Einführung von Body Worn Cameras. Resonanzanalyse, Wahrnehmung, Begleitmaßnahmen und Empfehlungen

Body Worn Cameras (BWC), auch Körperkameras genannt, werden seit 2005 testweise z.B. in Großbritannien und in Deutschland, im polizeilichen Einsatz angewandt und vermehrt, z.B. in den USA, großflächig getestet. Auch in Österreich ist seit den Ausschreitungen in Wien im Frühjahr 2014 und dem Anspruch an immer höhere Transparenz und bessere Dokumentation von Amtshandlungen folgend die Einführung dieser unterstützenden Technologie geplant. Rechtliche, aber gerade in diesem viel diskutierten Bereich auch gesellschaftlich/ethische Gesichtspunkte, Kommunikationsaspekte und die Erwartungen aber auch Befürchtungen der Beteiligten bedürfen einer umfassenden Begleitung und Analyse.

Wird auf diese Fragestellungen, Erwartungen und Befürchtungen der end user, also der ExekutivbeamtInnen und ihrer Vorgesetzten, sowie der Bevölkerung nicht eingegangen, besteht die Gefahr, dass die international dargestellten, positiven Effekte der BWCs von eventuell negativen Darstellungen überlagert werden. Mangelnde Information und fehlendes Eingehen auf die Bedenken und Erwartungen können zu einer ablehnenden Haltung und damit einer fraglichen Akzeptanz dieser neuen Technologie resultieren.

Aufgabe und Ziel des Projektes ist daher die proaktive Begleitung und Unterstützung der testweisen Verwendung von BWCs im spezifischen, österreichischen Kontext sowie Expertise und konkrete Empfehlungen für eine mögliche flächendeckende, anforderungsoptimierte Umsetzung. Dafür sind unter der Voraussetzung der erledigten Gesetztesinitiative der LegistInnen des BM.I zum SPG hinsichtlich der rechtlichen Konformität verschiedene Schritte der Evaluation, Analyse und Erstellung von Kommunikations-, Partizipations- und Interventionsempfehlungen angezeigt.

Nach der einleitenden Aufbereitung und Analyse der derzeitigen Datenlage zu internationalen Erfahrungen mit Körperkameras wird die Studie in zwei Befragungszyklen durchgeführt. Sowohl in Testgebieten als auch in vergleichbaren Kontrollregionen ohne BWCs werden Erhebungen unter beteiligten ExekutivbeamtInnen, deren Vorgesetzten sowie der Bevölkerung durchgeführt. Auch die Perspektive der Öffentlichkeitsarbeit wird durch die Integration und den Aufbau auf bisherigen Maßnahmen zur Information der Bevölkerung mit einbezogen. Die Befragungen sollen Unterschiede von Test- und Kontrollregionen in der Wahrnehmung, der Erwartungshaltung aber auch bezüglich möglichen Ängsten und Bedenken der involvierten Gruppen hervorbringen.

Ergebnisse werden in speziell auf den Einsatz bei der Exekutive in Österreich zugeschnittene Empfehlungen und Kommunikations-Checklisten zusammengeführt. Die Studie wird mit möglichen Anwendungsperspektiven von Body Worn Cameras in anderen Abteilungen des BM.I ergänzt, die durch ein Brainstorming-Verfahren bei ranghohen Führungs- und Innovationsverantwortlichen erhoben werden. Weiterführende Fragestellungen und Potenziale werden hier für die Zukunft gesammelt und für die spätere Untersuchung aufbereitet.

Projektleiterin / Name und Institut/Unternehmen

MMag. Dr. Karin Rainer

AEI Agentur für Europäische Integration und wirtschaftliche Entwicklung

Auflistung der weiteren Projekt- bzw. KooperationspartnerInnen

BM.I Bundesministerium für Inneres

Kontakt

MMag. Dr. Karin Rainer

Project manager

AEI Agentur für Europäische Integration und wirtschaftliche Entwicklung

Bräunerstraße 11A

Telefon: +43 (1) 9054621 12

Mobil: +43 (664) 88 36 0664

Skype: karin_a_rainer

E-Mail persönlich: karin.rainer@aei.at