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KIRAS Sicherheitsforschung

  •  11
F&E-Dienstleistungen > 2018

Digitaler Atlas Österreich 2.0

Ziel dieser Studie ist die Identifizierung und Untersuchung der für Österreich wesentlichen Internetdienste, eine Einschätzung hinsichtlich ihrer Kritikalität sowie ein Aufzeigen von Interdependenzen.

Das „Internet“ setzt sich aus mehreren Ebenen zusammen. Um den Cyber-Bereich systematisch auf nationalstaatlicher Ebene resilienter zu gestalten, ist ein Verständnis all dieser Ebenen von Nöten. In der KIRAS-Studie „Digitaler Atlas Österreich“ wurde unter anderem gezeigt, dass die erste Ebene – die der physischen Leitungen – nicht erfasst und die zweite Ebene – die des logischen Datenflussverlaufs – nur ansatzweise dargestellt werden kann. Diese Studie verdeutlichte, dass ein besonderer Forschungsbedarf auf der dritten Ebene des Internets – der Ebene der Dienste – besteht. Dieser Bedarf wird daher im Rahmen des vorliegenden Projektvorhabens mit

  1. einer Einschätzung der Kritikalität dieser Dienste und
  2. dem Aufzeigen von ihren Interdependenzen

gedeckt. Erst auf diesen Erkenntnissen aufbauend kann die Resilienz des österreichischen Internets und deren Bedeutung für Staat und Gesellschaft bewertet werden. 

Zur Erstellung dieser Studie bedarf es einer kooperativen Vorgangsweise zur Einbindung einer Vielzahl von Quellen und ExpertInnen. Dazu werden zunächst bereits bestehende Datenbanken von Internet- Diensten ausgeschöpft und zudem neue Datenbanken auf Basis von Marktanalysen angelegt. Dabei geht es darum, einen ersten Überblick über den österreichischen Markt der Internet-Dienste zu erhalten, um erkennen zu können, welche Websites, Apps, e-Government-Anwendungen, etc. generell verwendet werden. Erst danach wird die sicherheitspolitische und gesellschaftliche Dimension dieser Internet- Dienste beleuchtet. 

Da absehbar ist, dass die gesammelten Daten in Bezug auf Internet-Dienste sehr umfangreich sein werden, wird in einem Folgeschritt eine Bewertung der Kritikalität und der Relevanz dieser Dienste vorgenommen. Dabei werden ExpertInnen aus den Bereichen der Verwaltung, der Wirtschaft und der Wissenschaft diese Datenmenge sichten, bewerten und auf die für Österreich wesentlichen Dienste reduzieren. Damit allfällige Fehleinschätzungen der ExpertInnen vermieden werden und die relevanten Diskussionen der Herleitung dokumentiert werden können, soll die Datenreduktion mithilfe einer kooperativen Analysesoftware erleichtert werden. Die so konsolidierte Datenmenge wird den ExpertInnen, durch die Software visualisiert, erneut präsentiert, sodass diese die Relevanz dieser Internet-Dienste für Österreich abschließend bewerten können. In diese Bewertung werden zahlreiche Parameter miteinfließen, wie etwa: die Dauer/Anzahl der Nutzung dieser Internet-Dienste, deren Wesensgehalt, deren Relevanz für weitere Dienste, deren Wertschöpfungskette, etc. Diese ExpertInnen-Konsultation zielt dabei auf zwei Dinge ab: erstens sollen die für Österreich tatsächlich kritischen Internet-Dienste für eine spätere Beschreibung identifiziert werden und zweitens soll dadurch zugleich eine Priorisierung/Kategorisierung dieser Dienste erreicht werden. Anschließend werden die Betreiber der zuvor ermittelten kritischen Internet-Dienste identifiziert. Somit wird analysiert, wie der österreichische Markt beschaffen ist und wer die relevanten Stakeholder (z.B. Eigentümer, Beteiligungen, Liefer-/Wertschöpfungsketten, Provider etc.) in Hinblick auf eine mögliche Einflussnahme auf diese kritischen Internet-Dienste sein könnten. Dabei wird vor allem auf die österreichischen Unternehmen (also Unternehmen mit Sitz in Österreich) geachtet, da diese Unternehmen für staatliche Steuerungsmöglichkeiten am relevantesten sind. Rechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen mit speziellem Augenmerk auf den Handlungsspielraum der Behörden finden daher ebenfalls eine entsprechende Berücksichtigung. Nach Illustration der faktischen und der normativen Bedingungen werden auf Basis dessen mögliche Handlungsfelder und empfehlenswerte Handlungsoptionen dargestellt und dadurch die Aussagekraft der Studie unterstrichen. So wird eine sich an das Projekt anschließende interne Konsequenzen-Analyse auf Seiten der Bedarfsträger ermöglicht.

Projektleitung
Klaus Kieseberg, SBA Research gGmbH

Projektpartner
SBA Research GmbH (Projektkoordinator)
Repuco Unternehmensberatung GmbH
Institut für empirische Sozialforschung GmbH

Kontakt
Klaus Kieseberg
SBA Research gGmbH
Favoritenstraße 16
A-1040 Wien

Tel.: +43 (1) 505 36 88
Fax: +43(1) 505 88 88
Email: Kkieseberg@sba-research.org