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KIRAS Sicherheitsforschung

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Kooperative Projekte > 2017

Cybersicherheit für Verkehrsinfrastruktur- und Straßenbetreiber (CySiVuS)

Die Cybersicherheit des Gesamtverkehrssystems Straße, das zukünftig auch durch vernetzte Fahrzeuge genutzt werden wird, soll aus Sicht des Infrastrukturbetreibers analysiert und eine Referenzarchitektur unter Berücksichtigung des rechtlichen Rahmens entwickelt werden.

Cybersicherheit und Privacy bilden große Herausforderungen für kooperative Verkehrsinfrastrukturen und autonom fahrenden vernetzten Fahrzeuge, welche diese nutzen. Die Fahrzeuge benötigen detaillierte Daten über die Umgebung, um ein umfassendes Lagebild in Echtzeit erstellen zu können und um sich darin sicher zu bewegen. Die Integrität dieser Daten ist eine wesentliche Voraussetzung für autonomes vernetztes Fahren. Cybersicherheit ist nicht nur für effizientes Verkehrsmanagement, kooperative Funktionen und koordinierte Autonomie notwendig, erfolgreiche Angriffe können auch direkt Menschenleben gefährden. Österreich ist Technologieführer für kooperative Verkehrsinfrastrukturen und darauf basierendes autonomes vernetztes Fahren. Cybersicherheit ist essentiell, um diese Technologien sicher für die Gesellschaft verfügbar zu machen.

Das Projekt CySiVus (Cybersicherheit für Verkehrsinfrastruktur- und Straßenbetreiber) wählt die Cybersicherheit der Straßen- und Verkehrsinfrastruktur als spezifischen Ansatzpunkt für die Situationsanalyse. Es wird die bestehende und zukünftige Struktur des kritischen Infrastruktursystems Straße einschließlich der digitalen Infrastruktur erfasst und autonome Fahrszenarien gesammelt. Ein Bedrohungskatalog für Fahrzeug- und Kommunikationssysteme bildet die Basis für eine breit angelegte Risikoanalyse, um aus praxisorientierten Anwendungsfällen Bedrohungsszenarien zu entwickeln und adressierte Cybersicherheits-Maßnahmen formuliert.

Eine cybersichere Referenzarchitektur zur Einordnung bestehender und in naher Zukunft zu entwickelnder Technologieinnovationen bildet einen strukturellen Rahmen für die kommenden Entwicklungen. Die Referenzarchitektur wird einer umfassenden Compliance-Analyse im rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmen unterzogen und die Auswirkungen auf die Stakeholder erfasst. Ausgewählte Ergebnisse werden am Projektende münden in einem demonstrativen Laborprototyp mit realer Hardware, sodass damit zusätzlich die Bewusstseinsbildung für den Themenkomplex Cybersicherheit in kooperativen Verkehrsinfrastrukturen unterstützt wird.

ProjektleiterIn: 
AIT Austrian Institute of Technology GmbH (AIT) 

Projektpartner:
Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft vertreten durch ASFINAG Maut Service GmbH (ASFINAG) 
Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport, Abteilung Wissenschaft,  Forschung und Entwicklung (BMLVS) 
Nokia Solutions and Networks Österreich GmbH (NOKIA) 
Swarco Futurit Verkehrssignalsysteme Ges.m.b.H. (SWF) 
T-Systems Austria GesmbH (TSA)
TÜV Austria Automotive GmbH (TÜV-A) 
TÜV Trust IT TÜV Austria GmbH (TÜV-I) 
Universität Wien, Arbeitsgruppe für Rechtsinformatik (UNIVIE) 
Bundesministerium für Inneres, Büro 5.2 der Abteilung C4 Cybercrime Competence Center des Bundeskriminalamtes (BM.I) 

Kontakt: 
AIT Austrian Institute of Technology GmbH 
Mag. Martin Latzenhofer 
1220 Wien, Donau-City-Straße 1 
Tel.: +43 / 50 550 - 4134 
E-Mail: martin.latzenhofer@ait.ac.at 
Web: www.ait.ac.at