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KIRAS Sicherheitsforschung

  •  11
Kooperative Projekte > 2012

Crime Predictive Analytics (CriPA)

Entwicklung von Methoden und Softwarekomponenten um zukünftige Kriminalitätsentwicklungen vorherzusagen oder das Risiko für Straftaten abzuschätzen

Für die kriminalpolizeiliche Führung Österreichs im Bundeskriminalamt sind zuverlässige Prognosen und Risikoabschätzungen über die kurz- und längerfristige Kriminalitätsentwicklung ein wertvolles Instrument zur strategischen Bekämpfung von Kriminalität.

Crime Predictive Analytics (CriPA) widmet sich der vorausschauenden Analyse von Kriminalität in Form von Prognosen und erforscht quantitative Verfahren mit deren Hilfe sich aussagekräftige Muster und Abhängigkeiten in Datenbeständen identifizieren lassen, um auf diese Weise zukünftige Ereignisse vorhersagen sowie potenzielle Handlungsmöglichkeiten bewerten zu können.

Für zwei besonders bedeutende Fragestellungen sollen im vorliegenden Projekt geeignete Methoden und Softwarekomponenten entwickelt und in einem Referenzsystem zur Verfügung gestellt werden.

Vorgangsweise und geplante Ergebnisse
Längerfristige, großräumige Prognosen zur Einschätzung der zukünftigen Entwicklung der Kriminalitätslage sollen eine Entscheidungsunterstützung bei der Ableitung und Bewertung sicherheitspolitischer und strategischer Maßnahmen zur Kriminalitätsvermeidung und -bekämpfung liefern. Da gesellschaftliche Veränderungen wie Demografie (Überalterung, Migration…) und Beschäftigungsstruktur als wesentliche Einflussfaktoren auf die Kriminalitätsentwicklung vermutet werden, sollen diese hinsichtlich ihrer Wirkung analysiert und – zusammen mit weiteren Faktoren – in Trendmodellen für die längerfristige Prognose von Kriminalität berücksichtigt werden.

Bei kurzfristigen, kleinräumigen Prognosen und Risikomodellen steht die Präventionsarbeit im Vordergrund. Kleinräumige Prognosen des Auftretens von Kriminalität und eine entsprechende Darstellung in einem Geoinformationssystem (GIS) unterstützen die kriminalpolizeiliche Führung bei der Einsatzplanung und Planung von Präventionsmaßnahmen. Als Methoden zur räumlichen Risikoanalyse werden insbesondere Risk Terrain Modeling (RTM) und Near Repeat erarbeitet, implementiert und validiert. Bei diesen Methoden spielen das frühzeitige Erkennen von raum-zeitbezogenen Mustern, die Berücksichtigung von aussagekräftigen kriminogenen Faktoren und deren zeitlicher Entwicklung sowie insbesondere die Integration der Methoden in einem GIS eine bedeutende Rolle.

Um die Genauigkeit der Prognosen weiter zu verbessern werden Einschätzungen und Erfahrungen von Experten aus dem Polizeibereich systematisch erfasst, aufbereitet und in die Modelle integriert, sodass sie eine Verbesserung der Prognosegüte bewirken.

Alle erarbeiteten Modelle werden in ein echtzeitfähiges, webbasiertes, GIS-gestütztes Referenzsystem implementiert. Die Validierung des Systems erfolgt anhand von realen Daten.

In weiterer Folge ist eine Integration der erarbeiteten Predictive Analytics Ansätze in das Dashboard der kriminalpolizeilichen Führung Österreichs vorgesehen.

Konsortium

Projektleitung
JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH, DI Ulrike Kleb

Projektpartner

  • Bundesministerium für Inneres, Bundeskriminalamt
  • Paris-Lodron Universität Salzburg, Interfakultärer Fachbereich für Geoinformatik – Z_GIS
  • Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie
  • SynerGIS Informationssysteme GmbH

KontaktDI Ulrike KlebJOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbHPOLICIES – Zentrum für Wirtschafts- und Innovationsforschung

Leonhardstraße 59
8010 Graz
tel.: +43 316 876-1555
fax: +43 316 8769-1555

E-mail: ulrike.kleb@joanneum.at
web: www.joanneum.at/policies