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KIRAS Sicherheitsforschung

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F&E-Dienstleistungen > 2018

Counter Stories – Radikalisierungsprävention und Bekämpfung von extremistischer Propaganda durch alternative Erzählungen

Das Projekt Counter Stories entwickelt neue Instrumente für die polizeiliche Früh-Prävention gegen Radikalisierung, die in der schulischen und außerschulischen Präventionsarbeit mit Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren eingesetzt werden können.

Durch die zunehmende Vernetzung unserer gegenwärtigen Gesellschaften steigt die Anzahl potentieller EmpfängerInnen von extremistischer Propaganda stark an. Dadurch ergeben sich für die polizeiliche Präventionsarbeit gegen Radikalisierung sowohl neue Herausforderungen als auch Chancen. Die Propaganda setzt in ihren Inhalten, Bildsprachen und Codes bei ähnlichen emotionalen Impulsen an. Außerdem überschneiden sich die Radikalisierungsmuster, sodass sich religiös motivierter Extremismus durch ähnliche "Bausteine" wie säkular motivierter Extremismus fassen lässt.

In der Primär-Prävention gegen Radikalisierung wird international oftmals auf alternative Erzählungen gesetzt. Die Wirkungsforschung hat dabei die positiven Auswirkungen von alternativen Erzählungen (mit Fokus auf Inklusion, Diversität, Offenheit und kritischem Denken) in der Früh-Prävention bestätigt.

Ziel des Projekts Counter Stories ist es daher, alternative Erzähl- und Deutungsmuster für die polizeiliche Primär-Prävention zu entwickeln, diese in didaktische Konzepte zu übertragen und neue zielgruppengerechte Früh-Präventionsmaterialien zu erarbeiten. Neben der Orientierung am internationalen State-of-the-Art richtet sich das Projekt dabei an den Lebenswelten von Jugendlichen in der Prä-Radikalisierungsphase aus.

Um wirkungsvolle alternative Erzählungen für den österreichischen Kontext zu entwickeln, werden zu Beginn nationale und internationale Good-Practices kategorisiert und die Erfolgsfaktoren herausgearbeitet. Darauf aufbauend wird ein Katalog an alternativen Erzählungen entwickelt, die auf männliche und weibliche Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren abzielen. Mit dem Bedarfsträger werden außerdem vertiefende Anforderungen und Szenarien für die praktische polizeiliche Früh- Prävention entwickelt.

Als zentrale Ergebnisse werden einerseits eine didaktische Methodik sowie ein Präventionsportfolio (bestehend aus Videos, Präsentationen und einem digitalen Leitfaden) für die schulische und außerschulische polizeiliche Präventionsarbeit mit Jugendlichen präsentiert. Andererseits werden außerdem Trainingsunterlagen für die interne Schulung der BeamtInnen erstellt. Zur Validierung und Optimierung werden Methodik, Präventionsportfolio und Trainingsunterlagen im Feld getestet.

Darüber hinaus erarbeitet das Konsortium für den Bedarfsträger zudem eine Früh-Präventionsroadmap für Österreich sowie Empfehlungen und Maßnahmen zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit.

Projektleitung
SYNYO GmbH 

Projektpartner
Österreichisches Institut für Internationale Politik (OIIP)
Bundesweites Netzwerk für Offene Jugendarbeit (bOJA)
Bundesministerium für Inneres (BMI) / Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT)

Kontakt
Dr. Florian Huber 
SYNYO GmbH
Otto-Bauer-Gasse 5/14
1060 Wien
+43 1 99 620 11
www.synyo.com
www.counterstories.at