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SAFE TETRA2

Garantierte Sicherheit für die BürgerInnen und Blaulichtorganisationen beim Einsatz von TETRA Handfunkgeräten.


Das Projekt SAFE TETRA2 dient der Erhöhung der Sicherheit von Bürgerinnen und Bürgern bei ihrem Zusammentreffen mit Vertretern von Blaulichtorganisationen (BOS), die TETRA Funkgeräte verwenden. Zudem wird auch die Exposition durch TETRA Infrastruktur von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Blaulichtorganisationen im Sinne des in Österreich mehrfach empfohlenen Konzeptes der umsichtigen Vermeidung minimiert. Im ersten Projektabschnitt wird die Möglichkeit der Beeinflussung elektronischer Implantate wie Herzschrittmacher, Defibrillatoren oder neurologische Impulsgeneratoren durch TETRA Funkgeräte untersucht. Basierend auf der Häufigkeit des Einsatzes sowie dem Abstrahlverhalten werden die häufigsten und von der Sendecharakteristik her ungünstigsten Funkgeräte für die Untersuchungen ausgewählt. Bei den Implantaten wird ähnlich vorgegangen: es werden die an den Patienten am häufigsten angewandten Implantate ausgewählt. Auf Basis der Häufigkeit der Verwendung als auch auf Basis der klinischen Signifikanz bei einem möglichen Ausfall des Implantates werden ca. 25 Implantate für die Untersuchungen ausgewählt, wobei der Schwerpunkt auf Herzschrittmachern und Defibrillatoren liegen wird. In Kombination mit ca. 5 ausgewählten Funkgeräten wird unter Einbeziehung von medizinischen Spezialisten die mögliche Störbeeinflussung der ausgewählten Implantate in Körpernachbildungen untersucht. Diese Ergebnisse führen zur Ableitung von Schutzmaßnahmen.

Im zweiten Projektabschnitt wird auf Basis vom Verhalten von Benützern von TETRA Funkgeräten im täglichen Gebrauch ihrer Funkgeräte sowie bekannten technischen Eigenschaften der Funkgeräte wie zum Beispiel der Abstrahlcharakteristik eine Auswahl von Funkgeräten als auch Positionen der Funkgeräte während deren Gebrauch getroffen. Basierend auf diesen Voruntersuchungen werden numerische Simulationen mit äußerst  leistungsstarken Rechnern durchgeführt und damit die Exposition in hochaufgelösten Körpermodellen nachgestellt. Auf Basis dieser Untersuchungen werden Möglichkeiten der Handhabung der Funkgeräte untersucht, die zu einer Minimierung der im Körper aufgenommenen Leistung führen. Diese Ergebnisse werden durch Messungen in Körpernachbildungen verifiziert.

In beiden Projektabschnitten wird auch die Möglichkeit einer Mehrfachbelastung in Betracht gezogen (z.B. gleichzeitige Belastung durch TETRA Funkgeräte und GSM-Mobiltelefone, Verwendung eines TETRA-Funkgerätes unter einer Hochspannungsleitung) und die Exposition in einigen realistischen Szenarien untersucht.

Alle relevanten Ergebnisse werden der betroffenen und interessierten Bevölkerung in Form von Broschüren und Eintragungen im Internet zur Verfügung gestellt. Zudem werden Informationsveranstaltungen abgehalten, um einen möglichst effizienten Informationstransfer zu Betroffenen zu ermöglichen.

Ziel des Projektes ist der Schutz von Bürgerinnen und Bürgern sowie von MitarbeiterInnen der BOS als kritische Infrastruktur. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Sicherheit von Trägern aktiver elektronischer Implantate. Der zweite Teil des Projektes dient der Erhöhung der Akzeptanz von TETRA Funkgeräten bei MitarbeiterInnen der BOS durch Information und Reduktion der Exposition. Das Projekt ist anwenderorientiert. Es ist wird sicherheitstechnisches erforderliches Wissen generiert, das Sicherheitsbewußtsein und die Sicherheit der österreichischen BürgerInnen wird erhöht.

Laufzeit der Studie:
01.10.2009 bis 30.11.2010

Durchführung:
Seibersdorf Labor GmbH, EMC & Optics
Bundesministerium für Inneres, Abteilung IV/8
Österreichisches Rotes Kreuz

Kontakt:
Dipl. Ing. Dr. Georg Neubauer
Seibersdorf Labor GmbH, EMC & Optics, Seibersdorf, 2444 Seibersdorf
Tel. 0043 50550 2807
georg.neubauer@seibersdorf-laboratories.at


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