KIRAS Sicherheitsforschung

Ausschreibungsergebnisse nach Kalenderjahren

Ausschreibungsergebnisse nach Instrumenten / Programmlinien

Projekte der gemeinsamen deutsch- österreichischen Ausschreibung 2013

2014

SKIN - Schutz der Außenhaut kritischer Infrastrukturen

Ziel dieses Projektes ist es, den Schutz der Außenhaut kritischer Gebäude mittels eines intelligenten wissensbasierten Ereigniserkennungssystems mit multimodaler Sensor- und Informationstechnologie zu erhöhen.

Der Schutz von Fassaden, Dächern und anderen Teilen der Außenhaut von Gebäuden und Denkmälern stellt immer höhere Anforderungen an Behörden und Organisationen mit öffentlichen Sicherheitsaufgaben. Reale Bedrohungsszenarien, wie Terrorangriffe oder gezielte Beschädigung von Kulturgütern, fordern immer zuverlässigere Sicherheitssysteme.

Technisch gesehen haben in jüngster Zeit neue Entwicklungen das Portfolio an für sicherheitstechnische Anwendungen einsetzbaren Sensoriken erweitert. Ziel des Projektes SKIN ist es, den Schutz der Außenhaut gefährdeter Gebäude mittels eines intelligenten wissensbasierten Ereigniserkennungssystems mit multi-modaler Sensor- und Informationstechnologie wesentlich zu erhöhen. Dabei sollen mittels wissensbasierter Technologien antizipierte oder beobachtete kontextbedingte Umstände wie Wetter oder Ereignisse in und um das Gebäude berücksichtigt werden, um aus dem Datenbestand mittels Automated Reasoning und Information Fusion Methoden umfassendere Gefahreneinschätzungen abzuleiten.

Für eine flächige Überwachung von Fassaden eignen sich Flächensensoren, wie sie in Videokameras bzw. Bildaufnahmesensoren eingesetzt werden, besonders. Mit alternativen Technologien wie Fächerlasern, Ultraschall oder Radar ist es nur mit erheblichem Aufwand möglich, eine vergleichbare Abdeckung zu bewerkstelligen. Bei den Videokameras ist zwischen Kameras für den sichtbaren bis nahen Infrarotbereich (380 – 780nm Wellenlänge) und so genannten Wärmebildkameras (8 – 15 um Wellenlänge) zu unterscheiden. Die genannten optischen Kameras benötigen Lichtquellen, die in diesem Bereich strahlen. Während des Tages übernimmt dies die Sonne, doch in der Dämmerung und bei Nacht muss mit Kunstlicht im sichtbaren oder im Infrarotbereich gearbeitet werden. Darüber hinaus sind neue Technologien wie „Time-of-Flight“-Sensoren als zusätzliche Informationsquellen durch die dritte Raumdimension für Hochsicherheitsanwendungen in Betracht zu ziehen. Die Eignung speziell im Außenbereich muss dabei in Bezug auf Störlichteinflüsse und Witterung noch näher analysiert werden.

Die anfallenden großen Datenmengen sollen auch nachträglich auswertbar sein. Damit können Ereignisse im Videoarchiv gesucht werden, ohne dass die einzelnen Videos gesichtet werden müssen und ohne dass bei der Aufnahme schon festgelegt wird, welche Kriterien eine spätere Suche hat. Das System soll so ausgelegt sein, dass Datenschutz in das Design eingebaut ist und alle erforderlichen Vorgaben in diesem Bereich bei hoher Funktionalität erfüllt werden.

ProjektleiterIn / Project manager

DI Werner Kloihofer
PKE Electronics AG

Auflistung der weiteren Projekt- bzw. KooperationspartnerInnen /

List of other project and cooperation partners

Software Competence Center Hagenberg GmbH (SCCH)

Bundesministerium für Inneres (BMI)

Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport (BMLVS)

Vienna Centre for Societal Security (VICESSE)

Kontakt / Contact

DI Werner Kloihofer

Forschung & Entwicklung / Research & Development

PKE Electronics AG 

Computerstraße 6 | A-1100 Wien
w.kloihofer@pke.at | www.pke.at

 

 

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