KIRAS Sicherheitsforschung

Ausschreibungsergebnisse nach Kalenderjahren

Ausschreibungsergebnisse nach Instrumenten / Programmlinien

Projekte der gemeinsamen deutsch- österreichischen Ausschreibung 2013

2007

SIM-SIC!

Beschäftigt sich mit der Bewertung des Risikopotentials einzelner Verkehrsträger unter dem Gesamt-Ziel der Minimierung des Gesamtrisikos intermodaler Transportketten.

Das Projekt SIM-SIC! beschäftigt sich mit der Bewertung des Risikopotentials (insbesondere, aber nicht nur, der Störanfälligkeit) einzelner Verkehrsträger unter dem Gesamt-Ziel der Minimierung des Gesamtrisikos intermodaler Transportketten und somit des Supply Chain Risikos. Die Wichtigkeit der Thematik des präventiven Schutzes und somit der Abschätzung und Bewertung des Risikopotentials der einzelnen Verkehrsträger intermodaler Transportketten und Supply Chains zeigt sich beispielsweise bei in den letzten Jahren vermehrt zu beobachtenden Störungsfällen in intermodalen Transportsystemen und -ketten.

Das Intermodale Transportsystem mit seinen Verkehrsträgern selbst weist Charakteristiken auf, die es für Störungen aller Art (natürlich, menschlich herbeigeführt, politisch, technisch etc) anfällig macht. Im Projekt werden die einzelnen Modi für Güterverkehr (Strassen-, Schienen- und Wasserstrassenverkehre) auf ihre Risikopotentiale analysiert und klassifiziert. Dadurch wird die Basis der Absicherung der funktionierenden intermodalen Güterversorgungsstruktur des Landes verbreitert und die intermodalen Netze und einzelnen Verkehrsträger auf ihre Risikopotentiale und Störungsausbreitungsreichweiten, eventuell zugrundeliegende strukturelle Defekte und Möglichkeiten von Ausweichstrategien ("Coping and Mitigation") und Wiederherstellungsfähigkeiten zu einem "Normal-Zustand" ("Resilience of the System") untersucht.

Gegenüber dem Fall der Modellierung von Teilausfällen von Knoten des Netzes (wie derzeit vom Konsortium in einer Vorstudie bearbeitet), gilt es nun in diesem Projekt ein wesentlich komplexeres Zusammenspiel der verschiedenen Verkehrsträger innerhalb multi- und intermodaler Transportketten abzubilden, auf Schwachstellen und Risikopotentiale zu analysieren, vielschichtige Szenarien von Störanfälligkeiten zu modellieren und zu simulieren, um einen Risikokataster für österreichische intermodale Transportketten zu erstellen.

Mit den Ergebnissen ist das Projekt sodann in der Lage, einen Katalog von Risikopotentialen und ihre jeweiligen, zu planenden Coping-, Mitigation- und Antwortstrategien sowie Möglichkeiten zur Hebung der Resilience des Systems zu erarbeiten, um somit die gesamte intermodale Transportkette (Vorlauf-Umschlag-Hauptlauf-Umschlag-Nachlauf) für alle Verkehrsträger und Modi, Umschlagsknoten sowie auch für die Ebene der Ladungsträgereinheiten abzubilden und das entsprechend erarbeitete Wissen zu bündeln.

Als Adressaten dieser Studie sind alle Akteure der intermodalen Supply Chains, politische Entscheidungsträger, Infrastrukturbetreiber, Terminalbetreiber, Dienstleister, Verlader, Spediteure und Betreiber verkehrsträgerspezifischer Unternehmen zu verstehen.

Projektleitung:
Univ.Prof.Mag.Dr. Manfred Gronalt

Institut/Unternehmen:
Universität für Bodenkultur
Department für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Institut für Produktionswirtschaft und Logistik

Univ.Prof.Mag.Dr. Manfred Gronalt
Tel: +43 1 47654 4411
Fax: +43 1 47654 4417
manfred.gronalt@boku.ac.at

Projektpartner:

  • h2 projekt.beratung Mag. Hans Häuslmayer KG, 1030 Wien
  • Wirtschaftsuniversität Wien, Department für Informationsverarbeitung und Prozessmanagement, Institut für Produktionsmanagement, 1090 Wien

Assoziierte Projektpartner (über Letter of Interest)

  • Rail Cargo Austria AG
  • ÖBB Infrastruktur Betrieb AG
  • Erste Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft m.b.H., 1020 Wien
  • via donau Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbh
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