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KIRAS Sicherheitsforschung

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F&E-Dienstleistungen > 2006

SEHC- Securing Extramural Health Care

Die Sicherung der extramuralen Versorgung hilfs- und pflegebedürftiger Menschen im Krisen- und Katastrophenfall.

Die Sicherung der extramuralen Versorgung hilfs- und pflegebedürftiger Menschen im Krisen- und Katastrophenfall

Derzeit werden in Österreich von den etwa 600.000 hilfs- und pflegebedürftigen Menschen 10 % extramural, das heißt innerhalb der eigenen vier Wände, gepflegt und betreut. Möglich ist das dank der mobilen Dienste sozialer Einrichtungen. Ihr Angebot reicht von der Heimhilfe zur Unterstützung bei der Haushaltsführung bis hin zur qualifizierten Pflege durch diplomiertes Pflegepersonal. Wie sich komplexe Krisen- und Katastrophenszenarien auf diese Betreuungs- und Versorgungsstrukturen auswirken, ist noch nicht ausreichend untersucht. Aufgrund der zunehmenden Zahl an Naturkatastrophen und der zu erwartenden demografischen Entwicklung gewinnt dieses Thema aber zunehmend an Brisanz und ist deshalb Inhalt dieses Forschungsprojektes.
SEHC wird sich mit der Logistik der Versorgungsdienste auseinandersetzen, mögliche Störfaktoren evaluieren und darauf aufbauend ein ausführliches Verbesserungskonzept erstellen. Am Beginn steht eine Analyse des IST-Zustandes des vorhandenen Logistiknetzwerks und der damit verbundenen Humanressourcen. Es folgt eine Untersuchung von kritischen Punkten in der Versorgung, um möglichen Modifizierungsbedarf feststellen zu können. Im nächsten Schritt werden Szenarien simuliert, die beispielhaft die Auswirkungen von Störungen, wie Unpassierbarkeit von Verkehrswegen durch Hochwasser oder Schnee, abbilden. Ein weiteres Szenario ist der Anstieg des Pflegebedarfs aufgrund einer Grippepandemie mit gleichzeitiger krankheitsbedingter Reduktion des Pflege- und Betreuungspersonals sein. Methodisch wird dabei auf computergestützte Simulationstechniken und Optimierungsheuristiken zurückgegriffen.
Ergebnisse dieser Studie sollen eine umfassende Darstellung der kritischen Infrastruktur in der formellen extramuralen Pflege und Betreuung, und die Bereitstellung von leistungsfähigen, computerunterstützten Planungsverfahren für die Organisation der Versorgungsdienste sein. Die aus dem Projekt gewonnenen Erkenntnisse sollen in vorhandene Logistikprozesse einfließen, wodurch eine möglichst effiziente und effektive Aufrechterhaltung der formellen extramuralen Betreuung hilfs- und pflegebedürftiger Menschen auch im Krisen- und Katastrophenfall gewährleistet werden kann.

Projektlaufzeit:
01/2008 - 12/2009

Durchführung:
Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Produktionswirtschaft und Logistik
Österreichisches Rotes Kreuz

Kontakt:
Univ. Ass. Mag. Dr. Patrick Hirsch
Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Produktionswirtschaft und Logistik
Tel.:   (43) 1/47654-4419, patrick.hirsch@boku.ac.at,  Feistmantel Str. 4, A-1180 Wien,