KIRAS Sicherheitsforschung

2006

SALOMON

Entwicklung einer Forschungsmethodik zur Erfassung individueller und kollektiver Bedrohungswahrnehmungen in der Bevölkerung

Um die Sicherheit von Bevölkerungen zu gewährleisten, sind Informationen und Daten wesentlich, die Aufschluss über Bedrohungsbilder und Ängste geben. Dieses Wissen kann dazu beitragen, Unterschiede bei spezifischen gesellschaftlichen Gruppen (Geschlecht, Alter, ethnische Herkunft, Religion, soziale Lage, ...) zu erkennen und Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit der Bevölkerung gezielt weiterzuentwickeln. Hierbei sind politische, wirtschaftliche, organisatorische und kulturelle Aspekte zu integrieren. Derzeit existiert im europäischen Raum kein Instrumentarium, mit dem Bedrohungswahrnehmungen von Menschen mit Migrationshintergrund methodisch valide erfasst werden können.

Ziel von SALOMON ist es, eine Forschungsmethodik zu entwickeln, mit der individuelle und kollektive Bedrohungswahrnehmungen und Ängste in der Bevölkerung - im Speziellen von Menschen mit Migrationshintergrund - erfasst werden können. Insbesondere sollen Fragen des Feldzugangs und der praktischen Durchführbarkeit berücksichtigt werden.

SALOMON wird in vier Schritten umgesetzt: Aufbauend auf (1) einer umfassenden Literaturrecherche und (2) ExpertInnen-Gesprächen zur Erkenntnisgewinnung über geeignete Forschungsmethoden sollen (3) valide Methoden entwickelt werden, die geeignet sind, Bedrohungswahrnehmungen von MigrantInnen zu erfassen. In der abschließenden Projektphase werden (4) die Ergebnisse aufbereitet und Empfehlungen für die Sicherheitsforschung abgeleitet. Die Projektarbeit wird im Rahmen des eingerichteten "Think Tank" - einer Gruppe von ExpertInnen aus Wissenschaft, Politik und Praxis - begleitend unterstützt.

SALOMON wird von 1. Mai 2007 bis 30. April 2009 unter der Leitung des Forschungsinstituts des Wiener Roten Kreuzes in Kooperation mit der Sigmund Freud PrivatUniversität durchgeführt.

ProjektleiterIn

Maga. Ingrid Spicker, Forschungsinstitut des Wiener Roten Kreuzes
Weitere Projekt- bzw. KooperationspartnerIn
Univ. Prof. Dr. Alfred Pritz
Sigmund Freud PrivatUniversität Wien GmbH (SFU)
Schnirchgasse 9a
1030 Wien

Kontakt

Maga. Ingrid Spicker
Forschungsinstitut des Wiener Roten Kreuzes
Nottendorfer Gasse 21
1030 Wien
Tel.: + 43 (01) 79 580 - 2426
Fax: + 43 (01) 79 580 - 9730
E-Mail: ingrid.spicker@w.roteskreuz.at
Internet: www.w.roteskreuz.at/forschungsinstitut

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