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KIRAS Sicherheitsforschung

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F&E-Dienstleistungen > 2007

OEPK

Ortung eingeschlossener Personen nach Katastrophen.

Im Atemgas, Schweiß und Urin sind hunderte flüchtige Substanzen nachweisbar, die theoretisch für die Ortung von Personen infrage kommen. Die Konzentrationen von Aceton, Isopren, Acetaldehyd, Methanol, Dimethylsulfid Allylsulfid, oder Butanon könnten etwa für die räumliche Ortung von lebenden Menschen ausgenützt werden. OEPK erforscht charakteristische Konzentrationsmuster von verschütteten Menschen, um mit diesem know-how eine Ortungsgerätegeneration von hohem Innovationsgrad zu begründen. Österreich soll in dieser Marktnische eine international führende Rolle in der zunehmenden Professionalisierung des Katastrophenmanagements einnehmen.

Zur Erreichung des Projektziels werden spurenanalytische Methoden eingesetzt; für die Entwicklung der Methode werden folgende Geräte benützt:

  • Protonen Transfer Reaktions Massenspektrometrie (PTR-MS),
  • Selected Ion Flow Tube Massenspektrometrie (SIFT-MS),
  • Gaschromatographie mit massenspektrometrischer Detektion (GC-MS);

Diese analytischen Techniken werden vom OEPK-Projektteam zur Analyse von Ausatemgas und Urin und auch – in Ergänzung zum Projekt – zur Entwicklung entsprechender medizinischer Diagnostik benützt. Die Empfindlichkeit geht bis in den ppt-Bereich (ppt = parts per trillion = 1 Teil Substanz auf 1012 Luftteilchen).

Für den Einsatz am Katastrophenort ist Ionenmobilitätsspektrometrie (IMS) vorgesehen. Die entsprechenden Geräte sind schon jetzt an Flughäfen (Detektion von Sprengstoff) oder im Kriegsgebiet (Detektion von chemischen Kampfstoffen) im Einsatz. Es handelt sich grundsätzlich um portable Geräte – mit großem Potential für Miniaturisierung. Wesentlich für OEPK ist die Entwicklung eines Sets von verschiedenen Substanzen mit einem für verschüttete Personen charakteristischen Konzentrationsmuster.

PROJEKTLEITER
Direktor Univ.-Prof. Doz. (ETH) Dr. Anton Amann, Forschungsstelle für Atemgasanalytik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

WEITERER PROJEKTPARTNER
Branddirektor Mag. Erwin Reichel, Berufsfeuerwehr Innsbruck

KONTAKT
Mag. Mag. Mag. Marco Freek
Forschungsstelle für Atemgasanalytik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
A-6850 Dornbirn, Dammstraße 22
Tel. 0664-80515-60000
Fax 0512-504-24683
marco.freek@oeaw.ac.at
www.oeaw.ac.at/aa