KIRAS Sicherheitsforschung

2008

M²DynS

Multimodale Überwachung und Sicherung von Spezialobjekten durch dynamische Sensornetzwerke.

Der Schutz kritischer Infrastrukturen stellt ein wichtiges sicherheitsrelevantes Thema dar. Kritische Infrastrukturen der Energieversorgung zeichnen sich durch hohen Vernetzungsgrad und damit einhergehender Komplexität aus. Ausfälle in einzelnen Bereichen können sich kaskadenartig ausbreiten und kaum abschätzbare Folgen nach sich ziehen. Ziel des Projektes M²DynS ist es in diesem speziellen Umfeld mit der Detektion von sicherheitsrelevanten Ereignissen und der Gewährleistung der betrieblichen Sicherheit  Ausfälle weitestgehend zu verhindern.

Neben herkömmlichen bildgebenden Sensoren werden Wärmebildkameras  und so genannte Schwenk-Neige-Zoom(SNZ)-Kameras zum Einsatz kommen.  Den besonderen Eigenschaften dieser  Geräte wird mit der Erforschung von spezieller Algorithmik Rechnung getragen. Komplementär kommen Körper- und Luftschall-Sensoren zum Einsatz. Auch hierfür werden entsprechende Verarbeitungsalgorithmen erforscht.

Die Daten verschiedener Sensoren werden in einer multimodalen semantischen Interpretation verknüpft. Hierbei erfolgt auch eine Vernetzung über einzelne Standorte hinweg zur Erstellung eines Lagebildes. Das entwickelte Überwachungssystem soll in der Lage sein, auch unter ständig wechselnden Umweltbedingungen, möglichst autark zu agieren.  Hierfür ist eine hohe Robustheit  aller zugrundeliegenden  Algorithmen und Methoden  auf jeder Systemebene notwendig.

In Anbetracht der bekannten Vorbehalte gegenüber identifizierenden Überwachungstechnologien werden im Rahmen des Projektes Anonymisierungtechniken  entwickelt und erprobt. Weiteres wird ein unabhängiger Datenschutzexperte das Spannungsfeld zwischen dem Schutz kritischer Infrastruktur und dem Erhalt der Privatsphäre des Einzelnen untersuchen.

Die Einsatztauglichkeit des Systems wird im Rahmen eines Testbetriebs validiert.  Von Anfang an wird hoher Wert auf die Praktikabilität und Nützlichkeit für den Endbenutzer gelegt. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Bedarfsträger ist gewährleistet, dass die Entwicklung des Systems aktuellsten Sicherheitsanforderungen entspricht und in ein Industriesystem umgesetzt werden kann.

Projektpartner:
Center Communication Systems GmbH, JOANNEUM RSEARCH Forschungsgesellschaft mbH

Kontakt:
Center Communication Systems GmbH
Abteilung Development Image Processing
DI Martin Forster
Ignaz-Köck-Strasse 19
1210 Wien
Tel: +43 (0)1 90 199 - 1304
Email: m.forster@centersystems.com
Web: www.centersystems.com

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