KIRAS Sicherheitsforschung

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F&E-Dienstleistungen > 2017

KRIOPT Kritische Infrastrukturen – Handlungsoptionen und mögliche Implikationen bei EU-externen Investitionen

Eine Beteiligung von Investoren aus Drittstaaten an österreichischen Unternehmen kann sicherheits- sowie wirtschaftspolitische Risiken mit sich bringen. Im Rahmen von KRIOPT wird ein handlungsweitender Rahmen für Maßnahmen und Interventionen um kritische Infrastrukturen im weiteren Sinne schützen zu können erarbeitet

Der Erwerb von strategisch relevanten österreichischen Unternehmen/an kritischen Infrastrukturen bzw. eine maßgebliche Beteiligung an diesen durch EU-externe Investoren oder Sovereign Wealth Funds kann sicherheits- sowie wirtschaftspolitische Risiken mit sich bringen. Zahlreiche Studien untersuchen mögliche Wirkungen und Implikationen einer solchen EU-externen Einflussnahme auf nationaler beziehungsweise auf Unternehmensebene, jedoch fokussiert sich der derzeitige Wissensstand auf Unternehmen/Interventionen aus Ländern mit hohem Pro-Kopf-Einkommen auf entwickelte Länder (auf die OECD-Länder). Die Erfahrungen mit Staatsfonds sind gering, hier ergibt zusätzlicher Forschungsbedarf. Zudem werden Interventionsmöglichkeiten aus EU-externen Ländern untersucht. Des Weiteren unterscheiden sich jeweiligen Risiken nach Wirtschaftsbereichen, zudem können sich regionale Unterschiede ergeben (Schlüsselrolle in der regionalen Versorgungssicherheit). 

Kurz gefasst, die übergeordneten Ziele dieses Projektes sind: 

Erstes, langfristige Sicherung von kritischen Infrastrukturen beziehungsweise des Wirtschaftsstandortes, wird ein handlungsweitender Rahmen auf Basis der spezifischen Risiken im Zusammenhang mit die Beteiligung von EU-externen Unternehmen erarbeitet. Kriterien für Entscheidungen werden definiert (Handlungsoptionen entlang definierter Indikatoren als Konsequenz). Zweitens, es werden Interventionsmöglichkeiten der öffentlichen Hand (in Österreich, in anderen EU-Staaten und in ausgewählten Drittstaaten) identifiziert und diskutiert. Drittens, branchenspezifische Risiken sowie die Motive von ausländischen bzw. multinationalen Investoren, sich an heimischen Schlüsselunternehmen zu beteiligen, werden analysiert. Hier werden die unterschiedlichen Ausprägungen mögliche Risiken (und künftige Herrausforderungen), aus gesamtwirtschaftlicher und einzelbetrieblicher Ebene erhoben und dargestellt. 

Ein Katalog von Handlungsoptionen wird abgeleitet. Schließlich werden konkrete Maßnahmenpläne und Handlungsoptionen für die sicherheitsverantwortlichen und wirtschaftspolitischen Institutionen im Fall einer Investitionsentscheidung erarbeitet (entlang definierter Indikatoren zur jeweiligen „Gefährdungslage“, differenziert nach Branchen und Regionen).

ProjektleiterIn / Name und Institut/Unternehmen

Eric Kirschner, JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH (JR)

Auflistung der weiteren Projekt- bzw. KooperationspartnerInnen

Bundeskanzleramt,

Abteilung IV/6: Sicherheitspolitische Angelegenheiten

Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft

Abteilung I/1 – Koordination, Abschlussprüfungs-Qualitätssicherung

Karl-Franzens-Universität Graz,

Institut für Volkswirtschaftslehre

TPA Wien, EU-, Förderungs- und Technologieberatung

Institutionen

JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH

POLICIES – Institut für Wirtschafts- und Innovationsforschung

Kontakt

Eric Kirschner
Leonhardstraße 59, 8010 Graz, Austria

Telefon +43 316 876-1448
E-Mail eric.kirschner@joanneum.at