KIRAS Sicherheitsforschung

2013

Virtual Reality Training für ABC-Abwehr und Sicherheits-Einsatzkräfte

Ziel dieses Projektes ist die Erstellung einer Studie, die sich mit der qualitativen Verbesserung, Kostenreduktion und Effizienzsteigerung von ABC-Abwehr Trainingsmaßnahmen mit Hilfe von Virtual Reality (VR) Technologien befasst.

Das Projekt befasst sich mit der Effizienzsteigerung von Einsatzorganisationen zum Schutze der Bürger. Effizienz und Verhältnismäßigkeit (Maßhaltigkeit) im Einsatz sind wertbestimmende Faktoren für die Einsatzbereitschaft von Einsatzkräften vor Ort. Bei der Aufgabenerfüllung muss ein höchstmöglicher Schutz für die betroffenen Bürger, die Einsatzkräfte aber auch unbeteiligte Dritte angestrebt werden. ABC-Bedrohungen, wie beispielsweise im terroristischen Umfeld, grenznahe AKWs oder Chemieunfälle sind heutzutage ein ständiger Begleiter im Umgang mit Sicherheit und Schutz der Bevölkerung. Durch den Einsatz von VR-Technologien im Training von Einsatzkräften lassen sich sowohl Effizienzsteigerungen im Sinne des Einsatzes selbst, aber auch ein effektiverer Ressourceneinsatz, ein verbessertes Reaktionsvermögen und das gezieltere Setzen von Maßnahmen erwarten. In dieser Studie soll auf Basis einer umfassenden Literaturrecherche die aktuelle, internationale Situation im Bereich des VR Einsatzes beim Training von zivilen und militärischen Einsatzkräften erfasst werden. Parallel dazu findet eine Bedarfserhebung innerhalb der beiden beteiligten Organisationen ABC-Abwehrschule (BMLVS) und Rotes Kreuz Innsbruck statt. Darauf basierend werden aktuelle, und auch an der TU Wien in Entwicklung befindliche neue Hardware- und Softwarekomponenten auf Ihre Tauglichkeit für einen modernen VR-Trainingseinsatz umfassend evaluiert. Das natürliche, individuelle Gehen, Bewegen, Manipulieren und Zusammenarbeiten von Teams in großen virtuellen Welten, ein Forschungsfeld, in dem die VR-Gruppe der TU Wien weltweit führend ist, hat dabei Priorität. Die kosteneffiziente und rasche Erstellung neuer Inhalte und Trainingsszenarios ist ebenso wichtig wie die Kosteneffizienz, Flexibilität und Robustheit des gesamten Trainingssystems. Weiteres werden Methoden untersucht, um die Trainingsperformance (halb)automatisch auszuwerten und zu protokollieren. Safety & Security Experten (AIT und Xylem Technologies) werden eine Risikoanalyse der VR-Trainingseinheit hinsichtlich technischer Risiken mitsamt einer Sicherheitsanalyse der IT-Prozesse und Identifikation organisatorischer Risiken durchführen. Ein Ergebnis daraus ist  die Grobkonzeption einer Security Architektur für den sicheren Einsatz der VR-Trainingseinheit. Die wesentlichen Erkenntnisse der Studie zum Einsatz von Virtual Reality Technologie für Trainingszwecke, zur Effizienzsteigerung von Einsatzorganisationen zum Schutze der Bürger werden in Handlungsempfehlungen für den Auftraggeber und für die beteiligten Organisationen zusammengefasst.

Projektleitung
Priv.-Doz. Dr. Hannes Kaufmann
Dipl-Ing. Annette Mossel
Institut für Softwaretechnik und Interaktive Systeme, TU Wien

Projektpartner

  • Austrian Institute of Technology (AIT)
  • Xylem – Science and Technology Management GmbH   
  • Bundesministerium für für Landesverteidigung und Sport BMLVS (LVAk, ABCAbwS, ASZZ)
  • Rotes Kreuz Stadt Innsbruck (RK)

Kontakt
Dipl-Ing. Annette Mossel
Favoritenstr. 9-11/188/2
1040 Wien

Tel: +43-1-58801-18893
Fax: +43-1-58801-918893

Email: mossel@ims.tuwien.ac.at

WWW: https://www.ims.tuwien.ac.at/people/annette-mossel
Projektwebsite: https://www.ims.tuwien.ac.at/projects/vr-defensetraining

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