KIRAS Sicherheitsforschung

2013

GeRiAn

Gesamtstaatliche Risikoanalyse

Aufgrund der zunehmenden und stetig komplexer werdenden Vernetzung der heutigen Gesellschaft, der steigenden Abhängigkeit von kritischen Infrastrukturen sowie der wachsenden Bevölkerung bzw. Bevölkerungsdichte verursachen Katastrophen immer größere Schäden. Darunter fallen neuartige Bedrohungen wie Cyber-Attacken oder internationaler Terrorismus, aber auch Naturkatstrophen als Folge des Klimawandels oder von Umweltschäden. Die Vorbereitung auf die Bewältigung dieser Katastrophen wird daher zu einer immer wichtigeren Aufgabe. Ein geeignetes Mittel hierfür stellt eine gesamtstaatliche Risiko-Analyse dar. Sie bildet eine wichtige Grundlage für die vorsorgliche Planung zum Schutz der Bevölkerung auf allen staatlichen Ebenen. Sie hilft, mögliche Gefährdungen besser zu verstehen, Maßnahmen der Prävention und Vorsorge aufeinander abzustimmen, Prioritäten bei der Vorbereitung zu setzen und Defizite in der Bewältigung zu erkennen.
Ziel dieser Studie ist daher die Definition von Methoden und Konzepten für eine derartige Risiko-Analyse auf nationaler Ebene. Nachdem auf Bundes- und Landesebene bereits Ansätze und Methoden im Bereich der Risiko-Analyse und der Risiko-Bewältigung existieren, liegt das Hauptaugenmerk der Studie auf der Identifikation von Integrationsmöglichkeiten dieser bestehenden Ansätze in eine gesamtstaatliche Risiko-Analyse. Dabei werden speziell die Bereich des staatlichen Krisen- und Katastrophenschutzmanagements (SKKM), des Schutzes kritischer Infrastrukturen (SKI) sowie der Cyber-Sicherheit betrachtet. In enger Kooperation mit den Bedarfsträgern (BKA, BM.I, BMLVS) werden die bestehenden Methoden analysiert und Berührungspunkte abgeleitet, welche in die nationale Risiko-Analysemethode einfließen.
Ein weiterer Fokus der Studie ist die Identifikation von Aggregationsmöglichkeiten der Ergebnisse aus den Risiko-Analysen der einzelnen Sektoren (SKKM, SKI, Cyber-Sicherheit). Dadurch soll sichergestellt werden, dass eine konsistente Darstellung der Ergebnisse auf einem höheren Abstraktionslevel möglich ist. Dies soll der Erstellung eines einheitlichen, sicherheitspolitischen Lagebilds dienen.
Im Allgemeinen soll auf Basis der gesamtstaatlichen Risiko-Analyse ein tieferes Verständnis über die Dynamik von Ereignissen sowie über deren Auswirkungen geschaffen werden. Vor allem bei der Vorbereitung auf die Bewältigung dieser Ereignisse stellt dieses Verständnis einen zentralen Erfolgsfaktor dar, da die Bewältigung eine enge Zusammenarbeit zwischen den verantwortlichen Stellen auf Bundes- und Landesebene als auch mit Dritten erfordert.

ProjektleiterIn
DI Dr. Stefan Schauer

Name und Institut/Unternehmen
AIT – Austrian Institute of Technology GmbH

Auflistung der weiteren Projekt- bzw. KooperationspartnerInnen
Bundeskanzleramt
Kontakt: MR Mag. Alexander Pschikal,
Bundesministerium für Inneres


Kontakt:
Kurt Hager, BA, MA
Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport
Kontakt: Dipl.-Ing. Johannes Göllner, MSc
Name des/der EinreicherIn und/oder ProjektleiterIn
DI Dr. Stefan Schauer

Adresse:
Lakeside B01a
9020 Klagenfurt
Tel/Fax
Tel: 050550-4055
Mobil: 0664 825 14 55
Fax: 050550-4190
E-Mail: stefan.schauer@ait.ac.at
Homepage im WWW: www.ait.ac.at

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