KIRAS Sicherheitsforschung

2012

SNA in der OK

Die soziale Netzwerkanalyse als Tool zur Effizienzsteigerung in der Kriminalanalyse am Beispiel „Menschenhandel“

Die Bekämpfung von Menschenhandel, der modernen Form der Sklaverei, hat eine hohe Sicherheitsrelevanz sowohl für die Herkunfts- als auch für die Zielländer der Opfer. Die Täter sind organisiert, zahlreich und flexibel, was ihre Verfolgung mit klassischen kriminalistischen Methoden erschwert.

Die moderne Netzwerkforschung hat zahlreiche Werkzeuge und innovative Ansätze entwickelt, um komplexe Netzwerke jeder Größenordnung bewerten, analysieren und darstellen zu können. Die Standardmethoden sind aber nicht immer dafür geeignet, mit unvollständigen und fehlerhaften Daten zu arbeiten.

Hier setzt das aktuelle Projekt mit einer Auswahl jener Werkzeuge und Techniken an, die es ermöglichen vorhandene Netzwerkdaten auf fehlende Knoten und Verbindungen, möglicherweise fehlerhafte Informationen und zukünftige Entwicklungen des Netzwerkes zu prüfen. Dadurch werden die Anwender dieser Techniken in die Lage versetzt, neue, optimierte Fragen an das System zu stellen und blinde Flecken sowie versteckte Informationen zu identifizieren.

Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Schulungshandbuches und eines Curriculums zur Anwendung der Werkzeuge der Netzwerkforschung konkret auf den Bereich des Menschenhandels. Die Anleitungen werden aber so flexibel gestaltet, dass eine Überleitung auf andere Bereiche der Sicherheit und der Kriminalitätsbekämpfung einfach möglich sein wird.

Antragsteller:
FAS.research GesmbH

Projektpartner:
REPUCO Unternehmensberatung GmbH
Bundeskriminalamt (.BK)

Kontakt:
REPUCO Unternehmensberatung GmbH
Mag. Ursula Eysin, MAS
Seilerstätte 13/25, A-1010 Wien

ursula.eysin@repuco.at

www.repuco.at

P +43 1 886 56 29 - 112
F +43 1 886 56 29 - 100
M +43 664 886 56 298

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