KIRAS Sicherheitsforschung

2008

BlackÖ.1

Das Projekt „Blackouts in Österreich“ analysiert die technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen von großflächigen Ausfällen im österreichischen Stromnetz.

Das Projekt „Blackouts in Österreich“ erarbeitet eine hinsichtlich des Detailgrads sowohl für Österreich als auch im europäischen Raum einzigartige Bottom-up Analyse der kaskadenartigen Ausfallswirkung, der Schadenskosten, der Betroffenenstruktur und der Wahrscheinlichkeiten großflächiger Stromausfälle.

Elektrischer Strom war der Schlüssel der Industrialisierung. In der heutigen Situation ist eine sichere Stromversorgung eine conditio sine qua non. Ohne gesicherte Stromversorgung ist weder Wachstum noch Entwicklung möglich. In den letzten Jahrzehnten wurde eine sichere Stromversorgung als gegeben erachtet. Die Häufung von großflächigen Ausfällen in Europa in jüngster Zeit hat jedoch einen öffentlichen Diskurs gestartet. Durch den steigenden Stromverbrauch in allen Bereichen der österreichischen Volkswirtschaft stoßen die Stromnetzte in Spitzenzeiten auch in Österreich bereits jetzt an ihre Kapazitätsgrenzen, so dass die Gefahr großflächiger Stromausfälle mit verheerenden Folgen für Bevölkerung und Wirtschaft steigt. Das Projekt BlackÖ.1 analysiert deshalb präventiv die Folgen und die möglichen Ausfallskaskaden potentieller Störfälle, um auf der erstellten Datenbasis die notwendigen Schritte zu einem Erhalt der Versorgungssicherheit und zur Erstellung von Notfallplänen ehest möglich durchführen zu können. Dieses Projekt führt alle notwendigen Analysen mit den modernsten Methoden der interdisziplinären angewandten Forschung durch und wird eine umfassende, ausgewogene und der wissenschaftlichen Exzellenz entsprechende Informationsbasis für die Entscheidungsträger auf allen Ebenen schaffen.

Das antragstellende Konsortium umfasst Experten aus den Wissenschaftsbereichen Technik, Statistik, Volkswirtschaftslehre und den Sozialwissenschaften. Die Analysen werden unter Einbindung der Konsumenten des Gutes „Versorgungssicherheit“ sowie Verantwortlicher im Bereich der Netzinfrastruktur geplant, durchgeführt und evaluiert und damit eine umfassende, ausgewogene und der wissenschaftlichen Exzellenz entsprechende Informationsbasis für Entscheidungsträger auf allen Ebenen geschaffen.
Das Projekt BlackÖ.1 gliedert sich dabei in vier Analyseschritte:

 

  1. Bestimmung der Ursachen und Wahrscheinlichkeiten verschiedener Blackout-Szenarien in Österreich
  2. Bestimmung der unmittelbaren Schäden auf allen Ebenen der Gesellschaft: Wirtschaft, öff. Hand, Haushalte
  3. Bestimmung der mittel- bis langfristigen volkswirtschaftlichen Effekte von großflächigen Stromausfällen
  4. Bestimmung der gesellschaftlichen Unterschiede hinsichtlich Bedrohungsperzeption und Schadensvulnerabilität innerhalb der Bevölkerung.

Projektleitung:
Dr. Johannes Reichl, Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität Linz GmbH

Projektpartner:

  • Technische Universität Wien – Institut für elektrische Anlagen und Energiewirtschaft
  • Verein Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität Linz
  • Linz Strom Netz GmbH
  • Wien Energie Stromnetz GmbH
  • Verbund – Austrian Power Grid AG (APG)
  • Industriellenvereinigung
  • Wirtschaftskammern Österreich – Bundessparte Industrie
  • Bundeskanzleramt Österreich – Abteilung IV/6, Sicherheitspolitische Angelegenheiten

Kontakt:
Dr. Johannes Reichl
Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität Linz GmbH
Altenberger Straße 69
A – 4040 Linz
Tel.: +43-732-2468-5652
Fax: +43-732-2468-5651
Email: reichl@energieinstitut-linz.at

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