KIRAS Sicherheitsforschung

2006

CaR

"Connect and Rescue" hat das Ziel, eine innovative Lösung im Bereich moderner Rettungskonzepte zu entwickeln.

Ausgangspunkt ist die unzufriedenstellend geschlossene Lücke zwischen den Anforderungen an ein modernes Rettungssystem und den in der IKT-F&E erreichten Fortschritten bzgl. Sensortechnik, robusten, sicheren und leistungsstarken Kommunikationsnetzen, Informationssystemen für Retter und zu Rettende, Gestaltung offener Schnittstellen für die Interaktion der Rettungskräfte.

In einer ersten Phase wird "Connect and Rescue" die Bedrohungspotenziale und Risiken erforschen, und daraus eine Anforderungsanalyse unter Einschluss aller technologischen und sozialen Aspekte ableiten. Dabei werden die genauen Spezifikationen des in der zweiten Phase prototypisch zu entwickelnden Systems herausgearbeitet. In einer dritten Phase sollen die Ergebnisse mittels Labordemonstratoren optimiert und praxisnah gestaltet werden. Die validierungsrelevante Anwendung wird die IKT-unterstützte Entfluchtung eines öffentlichen Gebäudes sein. Nach diesem "Proof of Concept" werden die Testergebnisse wiederum nach technologischen und sozialen Kriterien interpretiert.

In der Umsetzungsphase von CaR wird ein Kommunikationssystem entwickelt, das die digital vernetzte Koordination von Einsatzkräften vor Ort ermöglicht. So soll der bisherige schmalbandige Audio-Sprechfunk durch moderne IP-Konnektivität mit höherer Bandbreite ersetzt werden. Dieses System wird es ermöglichen, dass geographisch verortete Einsatzkräfte - von einer mobilen Leitstelle unterstützt - wesentlich effektiver und sicherer arbeiten können. In einem weiteren Teil sollen generische Schnittstellen auch die vor Ort verwendbaren Systeme und Geräte (z.B. Entfluchtungseinrichtungen im Gebäude) übergangslos in das Gesamtleitsystem aufnehmen können. Somit wird neben der von den Kräften "mitgebrachten", neuen Funktionalität (z.B. digitales Netzwerk, GPS-Verortung, mobile Leitstelle) auch die Funktionalität des Gebäudes (z.B. dort integriertes Fluchtleitsystem) als Hilfsmittel für eine zielgerichtete Reaktion im Krisenfall verfügbar.

Dies spiegelt sich auch im Projektnamen wider: "Rescue" spiegelt den Inhaltlichen Teil des Projektes wider, der die Rettungsaktivitäten durch eine innovative Kommunikationsinfrastruktur deutlich verbessern soll; "Connect" den Teil, der die Rettungskräfte mit der betroffenen Infrastruktur vernetzt und so in Folge das bisherige mühsame "Search" durch die Einsatzkräfte drastisch mindern soll.

Folgende grundlegenden Eigenschaften soll das im Projekt "Connect and Rescue" zu entwickelnde System aufweisen (diese Eigenschaften spiegeln sich auch in der Beschreibung der einzelnen Arbeitschritte wider):

  • Sicherheit: Schutz vor Angriffen Außenstehender und Schutz der Zugriffsrechte und Systeminformationen. Beschränkung der Nutzbarkeit des Systems für Einsatzkräfte
  • Robustheit: Maximale Wirksamkeit der Lösung auch unter widrigsten Einsatzbedingungen
  • Funktionalität: Ad-hoc Verwendbarkeit (kein aufwendiges System Setup vor Ort), Verständlichkeit (User-Interface), Performanz (ausreichend hohe Datenraten
  • Flexibilität: Schaffung einer universellen (System-) Schnittstelle ("Open-CaR"), die die Anbindung an Third-Party Systemen erlaubt, Verwendung generischer Übertragungsprotokolle (TCP/IP basierend)
  • Mobilität: Lange Netzunabhängigkeit und Handhabbarkeit (kleine / leichte Geräte)

Projektleitung:
DI Armin Veichtlbauer, Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH

Konsortialpartner
Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH
Jakob-Haringer Str. 5 / III
5020 Salzburg 
Projektleiter DI Armin Veichtlbauer
Wiss. Leiter Prof. Dr. Ulrich Hofmann

Eurofunk Kappacher GmbH
Eurofunkstraße 2,
5600 St. Johann 
Prokurist Ing. Christian Kappacher

Universität Salzburg, FB Materialwissenschaften
Hellbrunnerstr. 34,
5020 Salzburg 
Univ. Prof. Dr. Friedrich Steinhäusler

Universität Salzburg, FB Psychologie
Hellbrunnerstr. 34
5020 Salzburg Univ.
Prof. Dr. Alexander Keul

FLEXIT Group GmbH
Bräuhausstraße 14
5020 Salzburg 
Geschäftsführer Gottfried Grundler

Berufsfeuerwehr Salzburg
Jägermüllerstraße 3
5020 Salzburg 
Branddirektor DI Eduard Schnöll

Fachhochschule Salzburg
Urstein Süd 1
5412 Puch 
Studiengangsleiter Prof. Dr. Thomas Heistracher

Quantronic GmbH&CoKG
Ludwig-Ganghoferstr. 22
D-83471 Berchtesgaden 
Geschäftsführer DI (FH) Ulrich Wagner

Kontakt
DI Armin Veichtlbauer
Projektleiter
Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH
Jakob-Haringer Str. 5 / III
5020 Salzburg
T: +43-662-2288-448
F: +43-662-2288-222
aveichtl@salzburgresearch.at
www.salzburgresearch.at

Prof. Dr. Ulrich Hofmann
Einreicher, wiss. Leiter
Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH
Jakob-Haringer Str. 5 / III
5020 Salzburg
T: +43-662-2288-442
F: +43-662-2288-222
ulrich.hofmann@salzburgresearch.at
www.salzburgresearch.at

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